Die neue Generation Eurospar, ein „Techno“-Knüller in Kufstein mit elektronischen Preisetiketten

Zukunftsmarkt der Spar

  • Acht Millionen Euro Invest
  • Technik-Innovationen: Elektronische Preis-Etiketten, Cashless-Self-Checkout-Kassen, Digital Signage, Photovoltaik

Schauplatz Kufstein. Hier nahm die Erfolgsgeschichte von Spar einst ihren Lauf. Hans F. Reisch legte in der Festungsstadt 1954 den Grundstein für eines der bedeutendsten österreichischen Unternehmen. 62 Jahre später lebt der Mythos Spar – Familiensinn, Tradition – in dieser Stadt wie nirgendwo sonst.

Kaufpark. So auch bei der Eröffnung des fortschrittlichsten Eurospar Marktes Österreichs. Das neue Glanzstück aus dem Hause Spar wurde binnen sechs Monaten hochgezogen. Investiert wurden acht Millionen Euro.
Am Fuße der berühmten Festung glänzt die imposante Glasfassade des 1.250 m² großen Zukunftsmarktes. Eine helle, freundliche und großzügige Raumgestaltung mit technischen Innovationen zeichnen den Eurospar Kaufpark aus. „Es ist ein besonderer Markt, weil wir die technischen Innovationen, die wir bei der WU in Wien auf Kleinfläche hergezeigt haben, nun auf größerer Fläche testen“, so Spar-Vorstand Hans K. Reisch, Enkel des Spar-Gründers.

Electronic Shelf Label (ESL). So kommt die neue Generation elektronischer Preisetiketten von Umdasch bundeslandweit erstmals zum Einsatz. Die Mini-Bildschirme an den Regalen und in den Frischetheken können den Text in drei Farben anzeigen und lösen die Preisschilder aus Papier ab. Sie garantieren eine 100 Prozent korrekte und synchrone Preisdarstellung am Regal sowie im Kassensystem. 14.000 Labels mit 2.6“ und 4.2“ sind im Einsatz. Die Preise werden täglich von der Spar Zentrale Wörgl eingespielt.

Vorteile. Neben einer nachhaltigeren und einfacheren Wartung bieten die elektronischen Preisetiketten einen weiteren Vorteil: Aktionen und Mengenrabatte sind für die Kundschaft noch besser erkennbar. „Damit sind wir Vorreiter im Tiroler Lebensmittelhandel“, betont Reisch.
„Als innovativer Ansatz wurde gemeinsam mit Umdasch eine vollständig neue Regalschiene konzipiert, um elektronische Etiketten bestmöglich und effizient in das Spar-Regal zu integrieren“, erklärt Spar-Tirol Geschäftsführer Dr. Christof Rissbacher. Für Marketing-Zwecke können zusätzlich über POS-Add-ons (Glasbausteine), Themen optisch visualisiert und in der Schiene montiert werden.

Weitere technische Highlights: Die digitale Bewerbung durch professionelle Videos auf modernen Bildschirmen (Partner Peakmedia) ermöglicht eine verkaufsfördernde Bewerbung von neuen Produkten und Aktionen. Auch beim Leergutautomaten kommt eine neue Installation zum Einsatz. Zuschlag bekam Tomra mit der T9  – mit Hintergrundbeleuchtung und neuem Design.

Kassen. Sechs Cashless-Self-Checkout-Kassen von NCR komplettieren die technischen Besonderheiten. „Wir haben diese Technologien bereits intensiv getestet und sind davon überzeugt, unserer Kundschaft dadurch einen Mehrwert zu bieten“, ist Reisch überzeugt.

Klimaschutz und Regionalität. Der neue Eurospar bekam ein Platin-Label der ÖGNI. Der Markt ist 100 Prozent energieautonom. 13.000 Artikel, darunter 2.690 regionale Produkte von 128 Tiroler Erzeugern werden angeboten.

Spar Tirol im Überblick. Nach der Eröffnung in Kufstein brachte Spar Tirol noch Filialen in Kitzbühel (1.000 m²), Kirchbichl (775 m²) und Götzens (600 m²) ans Netz. Ende 2015 kam die Spar in Tirol auf 142 Standorte, davon 65 Spar/Eurospar Filialen, 71 Spar/Eurospar-Kaufleute und sechs Interspar. Mitarbeiter sind es 3.496, davon 188 Lehrlinge.

Antonia Lang