REPORT aus Slowakei und Böhmen

Billa: Ostkurs

  • 205 Billa Märkte in Tschechien
  • Slowakischer Projektentwickler setzt auf Aupark-Zentren

Handels-Aufmarsch in Böhmen. In Hradec Králové (Königgrätz) sperrte vor wenigen Tagen das völlig neue Shopping Center „Aupark“ mit 21.000 m2 Mietfläche und 140 Geschäften auf. Der slowakische Projektentwickler HB Reavis blätterte 60 Millionen Euro auf den Investitionstisch.

Billa: Flaggschiff. Eines der großen Aushängeschilder des Centers ist Billa. Die Handelskette feiert derzeit 25 Jahre Billa in Tschechien und möchte mit diesem Markt ein Ausrufezeichen setzen. Im Jahr 1991 eröffnete Karl Wlaschek die ersten Billa-Märkte in Brünn (Brno). Mittlerweile bestehen in Tschechien 205 Billa-Märkte mit einem Umsatz von 900 Millionen Euro.
Billa fährt in Tschechien mit rund 8.000 Artikeln und setzt auf Shopgrößen (wie zuletzt in Ostrava) von 800 bis 1.000 Quadratmetern. 75 Prozent des Sortiments sind regional, also tschechische Produkte. Zuletzt wagte Billa einen Bio-Vorstoß mit 120 Produkten der Marke „Alnatura“.

Der Aupark ist ein erfolgreiches Format von Einkaufszentren in der Slowakischen Republik, die gerade in die Tschechische Republik expandieren. In Hradec Králové bringt das neue Center eine ganz neue Ebene an Shopping-Komfort mit neuesten Modetrends, verbunden mit dem zusätzlichen Service, ausreichend Parkplätzen, Freizeit und Unterhaltung. Es bietet attraktive Marken, eine vielfältige Gastronomie und liegt direkt neben dem Hauptbahnhof.

140 Geschäfte. Der Bau begann im Oktober 2014 und wurde im Herbst 2016 abgeschlossen. Die Fläche umfasst 20.900 m². Die Baukosten betrugen rund 1,5 Milliarden Kronen. Der Bau beinhaltet auch ein Parkhaus mit 1.100 Stellplätzen. Es gibt 140 Geschäfte. Von Kleidung und Schuhe bis zu Geschenken, Friseur, Bank, Spielwarengeschäft, Apotheke, Schmuck, Running Sushi, Essbereich. Flaggschiffe sind neben Billa, H&M, CCC, New Yorker und dm. Es besteht ein Food-Court mit 300 Sitzplätzen.
In Hradec Králové wohnen 93.000 Menschen, wobei die Region mit dem nahegelegenen Pardubice als großes Wirtschaftsgebiet Tschechiens gilt. Im Bezirk Hradec Králové leben 160.000 Menschen. Das Shopping-Center liegt an einem Verkehrsknoten, an dem rund 18.000 Autos täglich vorbeifahren.

Aupark. Betreiber des neuen Shopping-Tempels in Ostböhmen ist der Immobilien-Entwickler HB Reavis. „Dies ist ein slowakischer Entwickler mit Sitz in Bratislava, der auch in Polen stark ist“, sagt der bekannte Standortexperte Dr. Joachim Will (Wiesbaden). Schon 2001 wurde in Bratislava der gleichnamige Aupark an der Donau eröffnet.

Warum der Name Aupark? Der Name des Zentrums Aupark ist durch Zufall entstanden. Seine Geschichte begann im Jahre 1775, als der Stadtrat in Preßburg (heute Bratislava) einen öffentlichen Park geschaffen hat. Dieser entstand in der Donau-Umgebung mit Auwäldern und sein Name begann mit dem Präfix AU.