Ein Merkur der Superlative wurde in Wiener Neustadt eröffnet. 2.600 m² Verkaufsfläche und mehr als 20.000 Artikel.

Toller Merkur

  • Obst & Gemüse-Abteilung mit über 600 Artikeln und 260 Convenience-Produkten
  • Merkur Bauernmarkt mit 7.000 regionalen Produkten von über 500 Kleinproduzenten
  • Frischebereiche in Marktnischen unterteilt
  • Weinabteilung mit 1.000 Sorten und Merkur Weinbar
  • Neugestaltete Getränke-Abteilung
  • Verdoppelung des Kosmetiksegments
  • Neu: Fleisch in Bedienung

Der Osten von Wiener Neustadt ist um eine Attraktion reicher. Denn in der Stadionstraße 12 eröffnete kürzlich der erste Abschnitt der Merkurcity. Die Rutter Immobiliengruppe investierte 55 Millionen Euro in den Umbau des Centers, das vorerst rund 30 Shops beheimatet. Im Herzen des Centers pulsiert ein hochmoderner Merkur. Auf 2.600 m² Verkaufsfläche präsentiert sich dieser als Markt der Superlative. „Meine Erwartungen wurden übertroffen“, sagt Vorstandsvorsitzende Mag. Kerstin Neumayer bei der Eröffnung.

Modellmarkt. Bereits seit 1978 hat Merkur in der Stadiongasse einen Standort. „Der Markt gehört zu den drei umsatzstärksten Merkur Märkten in Österreich“, erklärt Neumayer im REGAL-Gespräch. Nun wurde der Markt in eine neue Dimension befördert. „Das ist der neueste Markt mit den neuesten Konzepten. Er ist grandios gelungen“, betont Frank Hensel, Vorstand der Rewe International.
Während der neunmonatigen Umbauphase wurde in einem 1.400 m² großen Zelt der Verkaufsbetrieb aufrechterhalten. „Das wurde sehr gut von den Kunden angenommen und hat nicht viel Umsatz gekostet“, erklärt Merkur Vertriebsdirektor Robert Bittner.

Herzstück. Der Markt ist hochmodern, großzügig gestaltet und bietet 20.000 Artikel. Herzstück ist die zentral gelegene Obst- & Gemüse-Abteilung mit über 600 handselektierten Artikeln und rund 260 Convenience-Produkten. „Die anderen Frischebereiche gliedern sich dahinter auf. Ein Marktstand neben dem anderen“, erklärt Merkur Einkaufsdirektor Herbert Fleischhacker beim Rundgang mit REGAL.

Marktnischen. Die Warengruppen Brot & Gebäck mit Konditorei, Feinkost, Fisch sowie Fleisch sind in Marktnischen untergebracht. „Wir wollen mit dem hier umgesetzten Marktnischen-Konzept ein Marktplatz-Feeling schaffen. Es soll an einen Marktstand erinnern, ähnlich wie etwa am Naschmarkt in Wien“, so Vertriebsdirektor Bittner im Gespräch mit REGAL und ergänzt: „Sehr groß ist etwa die Konditorei mit Backshop mit 100 Sorten Brot & Gebäck sowie 30 Mehlspeisen und Torten. Die Feinkost bietet 150 verschiedene Wurst- und Schinkensorten und 200 Käsesorten. Neu ist Fleisch in Bedienung.“ 420 Fleischprodukte werden von ausgebildeten Fleischern vor Ort zerlegt. Auch das Fisch-Sortiment ist mit rund 60 Frisch- und 20 Räucherfischspezialitäten breit aufgestellt.

Der Merkur Bauernmarkt bietet Kleinproduzenten eine Bühne für deren Produkte und unterstützt damit den Marktplatzgedanken. „Den Bauernmarkt verwenden wir als Dach, um regionale Sortimente zu präsentieren und lokale Aktivitäten zu erklären. Regionalität ist uns ein großes Anliegen“, so Vorstandsvorsitzende Neumayer. Das Angebot umfasst aktuell 7.000 österreichische Produkte von mehr als 500 regionalen Kleinproduzenten.

Platzierung. Die Gänge sind breit und offen. „Der Kunde kann sich nun aussuchen, zu welchen Sortimenten er möchte. Es gibt keine Zwangsführung mehr“, erklärt Bittner und fügt hinzu: „Zudem machen wir keine Platzierungen mehr in den Gängen, sondern nur mehr an den Gondelköpfen.“
Durch das enorme Platzangebot wurde das volle Sortiment ausgeschöpft. „Sehr groß ist das Angebot an Regionalität. Es kommt vieles aus der Buckligen Welt. Die Kosmetikabteilung wurde verdoppelt. Ein weiterer Schwerpunkt ist Wein. Das Sortiment besteht aus über 1.000 Sorten, alles was in Öster­reich Rang und Namen hat“, sagt Einkaufsdirektor Fleischhacker. Passé ist das Shop-in-Shop-Konzept mit Wein & Co. „Auch in der Brünner Straße wurde es eingestellt“, erklärt Fleischhacker. Dafür sollen nun – wo es die Fläche zulässt – Merkur Weinbars entstehen. Premiere feierte das Konzept am Hohen Markt.
Getränke. Imposant wurde auch die neue Getränke-Abteilung umgesetzt. „Wir haben einen Teil des Lagers weggenommen und dafür einen eigenen Getränke-Bereich geschaffen, um das Sortiment entsprechend zu präsentieren. Vom Boden, den Wänden und dem Werbeauftritt wurde alles neu konzipiert“, führt Vertriebsdirektor Bittner gegenüber REGAL aus.

Die Kassenzone umfasst zehn Kassen, eine Familienkassa und sechs Selbstbedienungskassen. „Diese werden von den Kunden gut angenommen. Im Schnitt werden bereits 30 bis 40 Prozent der Einkäufe über die SB-Kassen abgewickelt“, sagt Bittner.

Investitionsschub. Merkur hält aktuell bei 130 Märkten in Österreich. „Heuer lag der Fokus auf Umbauten und Soft-Refreshes, 2017 wird ein starkes Expansionsjahr. Acht bis zehn Neubauten stehen auf dem Plan“, gibt die Vorstandsvorsitzende die Marschrichtung vor. Darunter Kittsee, Hadersdorf, St. Pölten, im 3. Bezirk in der Rasumofskygasse, im Eurogate Wien-Landstraße. Weitere Märkte sind geplant in Siegendorf, Knittelfeld, im Philipshaus auf der Triester Straße und in Dornbirn wird der Markt neu gebaut.

Antonia Lang