Neuer MPreis in Ötztal Bahnhof mit energieeffizienter Passivhaus-Gestaltung. Schon 250 Märkte

MPreis Passivhaus

  • Familie Mölk baut in Tirol weiter kräftig aus
  • Umsatz um 4 Prozent auf 800 Mille gestiegen

Der neueste MPreis Markt, ein Passivhaus-Supermarkt, eröffnete kürzlich in Ötztal Bahnhof auf der sogenannten Ötztaler Höhe, einem Verkehrsknotenpunkt ins Tal.
Bürgermeister Josef Leitner lobte die vielfältigen Investitionen der Unternehmerfamilie Mölk in der Region, mit attraktiv gestalteten Gebäuden sowie das reichhaltige Angebot an Tiroler Produkten.

Moderne Nahversorgung. Das Tiroler Architekten-Team Philipp Stoll und Reinhard Wagner hat mit der Planung vom „Tirol Panorama“, dem Landesmuseum am Bergisel, auf sich aufmerksam gemacht und entwarf für den Standort in Ötztal Bahnhof erstmals einen Markt für das heimische Familienunternehmen MPreis.
Die Architekten haben sich intensiv mit der Landschaft an diesem Platz auseinandergesetzt und viele Elemente aufgenommen. Einen bewussten Kontrast zur hellen Umgebung der früheren Schottergrube schafft die schwarze Farbe des Gebäudes. Die Fassade besteht aus verkohltem Holz, eine altbewährte Methode um Holzoberflächen zu versiegeln und vor Verwitterung zu schützen. Große Öffnungen in Rautenform mit fünf bis sechs Metern Höhe, auch am Dach, ermöglichen beim Einkauf einen interessanten Ausblick. Im Innenraum stehen die Produkte im Vordergrund, eine Holzstruktur veredelt die neutral wirkenden Betonwände. Bemerkenswert ist, dass auch Steine aus der benachbarten Schottergrube im Beton verarbeitet wurden.

Die Farbgebung des Bodens in purpurrot wurde von den Architekten ganz bewusst an die Natur an diesem Standort angepasst, abgeleitet von der Erikablüte. Das Architekten-Team Stoll-Wagner konnte bereits mehrfach Erfahrungen mit der energiesparenden Passivhaus-Bauweise sammeln und diese beim aktuellen Gebäude einbringen.

Green Building. In Ötztal Bahnhof wurde bereits der 4. umweltfreundliche Passivhaus-Supermarkt von MPreis errichtet. Der 2012 eingeschlagene energiebewusste Weg hat sich bewährt und wird durch Konstanz als neue Generation des Bauens im Lebensmitteleinzelhandel gefestigt. Zwei weitere MPreis Märkte im Passivhaus-Standard sind bereits in Ischgl und Pinswang in Planung.
Durch die bewährte wissenschaftliche Begleitung vom Passivhaus Institut Innsbruck bei der Errichtung vereinfacht sich die Abwicklung mit jedem Bau.

Der Energieverbrauch wird um 50 Prozent gesenkt im Vergleich zu einem herkömmlichen Supermarkt. Pro Jahr werden 10.000 Liter Heizöl gespart und die Umwelt wird um 32,5 Tonnen CO2 weniger belastet. Es werden keine fossilen Brennstoffe wie Öl, Gas oder eine Wärmepumpe benötigt um einen Passivhaus-Supermarkt zu heizen. Ausreichend ist die Abwärme der Kühlmöbel, die mit Hilfe von Wärme-Rückgewinnung effizient genützt wird.
Der neue Supermarkt ist mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Auf mehr als 30 Filialen sowie auf der Zentrale in Völs arbeiten Photovol­taik-Anlagen, die im Vorjahr 4,2 Millionen kWh Solarstrom erzeugten.

Umsatz. Im Vorjahr wurde erstmals die 800-Millionen-Euro-Marke übersprungen. Das bedeutete ein Umsatzplus von vier Prozent. Mittlerweile betreibt MPreis 250 Märkte. Im Vorjahr kamen 12 neue Geschäfte hinzu. Außerdem bestehen mittlerweile schon 160 Baguette Bistros/Cafes. Schwerpunkt der Märkte ist Tirol, es bestehen auch Filialen in Südtirol, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg. Mit 5.600 Mitarbeitern und 220 Lehrlingen ist MPreis einer der größten privaten Arbeitgeber Tirols. Bis zu 180.000 Kunden besuchen an Spitzentagen die Märkte.

Gregor Schuhmayer