Wolfgang Palme (City Farm Schönbrunn) und Ja! Natürlich-GF Mag. Martina Hörmer

Flaggschiff Ja! Natürlich: O&G-Umsatz schon bei über 80 Millionen

Rewe forciert BIO

  • 2015 erwirtschaftete Ja! Natürlich 352 Millionen Euro
  • O&G ist stärkstes Segment mit einem Umsatz­anteil von 25 Prozent
  • 50 neue Artikel werden jährlich eingelistet

Ja! Natürlich bleibt auf Wachstumskurs. „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 352 Millionen Euro einen neuen Rekordwert erreichen können“, so Ja! Natürlich-Geschäftsführerin Mag. Martina Hörmer im REGAL-Gespräch. Tendenz weiter steigend. „Der Sprung aus der Nische ist längst geschafft“, so Hörmer. Neue Platzierungen bei Billa, steigende Artikel-Anzahl und der generelle Trend Richtung bio und vegan waren absolute Wachstumsmotoren.

Angesprochen auf neue Umsatz-Zielwerte von 500 Millionen Euro oder gar der Milliarden-Marke bleibt die Biomarken-Chefin dennoch zurückhaltend. „Wir haben bewiesen, dass doch einiges möglich ist. Der Bio-Markt wächst drei Mal so schnell wie der konventionelle. Auch das Gespür und Sensibilität für Bio steigt.“

Artikel-Anzahl. So wird weiter an der Artikelanzahl gezimmert. Aktuell hält die Bio-Marke bei 1.300 Artikeln. „Und wird weiter ausgebaut“, so Hörmer. 50 neue Produkte sollen jährlich hinzukommen.
Ausgelistet werden dagegen nur Rand-Artikel. „Das lässt sich gar nicht beziffern. Das war einmal der Eiskaffee zum Beispiel, der dann aber in neuer Verpackung wieder ins Portfolio aufgenommen wurde.“

O&G wird ausgebaut. Derzeit werde der O&G-Bereich weiter ausgebaut. „Gerade hinsichtlich der Raritäten“, so Hörmer. Bei Tomaten und Paprika wurde die Differenzierung des Segments bereits erfolgreich durchgeführt. „Bei beiden Gemüse-Sorten kommen wir bei den Raritäten bereits auf einen Umsatzanteil von 20 Prozent“, so Hörmer. Ein Anteil, der sich nahezu komplett on-top zu den bisherigen Tomaten- und Paprika-Erlösen draufsetzt. „Es gibt immer Kannibalisierung, aber wir konnten schon starke Zuwachsraten drauflegen.“
Aktuell liegt der Fokus auf Gurken. „Wir haben zwölf alte Varianten im Burgenland anbauen lassen und verfügen heuer bereits über Mengen, um Merkur ausstatten zu können.“ Geht die Rechnung auf, dann „können wir 2017 bereits Billa beliefern“. Mittlerweile ist O&G das größte Umsatz-Segment bei Ja! Natürlich. „Mit rund 25 Prozent“, so Hörmer.

Neue Gemüse-Sorten. Und auch weitere interessante Gemüse-Sorten sind bereits ins Blickfeld geraten. „Bei Fisolen, Bohnen oder auch Zucchini sind weitere neue Verkaufsmöglichkeiten denkbar“, so die Geschäftsführerin.

Alnatura. Die Entscheidung, Alnatura einzulisten, sieht Hörmer unproblematisch. „Es gibt ganz wenige Überschneidungen, am ehesten noch bei Olivenöl oder Nudeln. Alnatura ist als Naturkost-Marke positioniert, Ja! Natürlich als Genuss-Marke.“
Herbert Schneeweiß

Herbert Schneeweiß