v.l.nr.: GF Zentrale Marchtrenk Jakob Leitner, Witron-Vertriebsleiter Ulrich Schlosser, Spar-Vorstandsdirektor Fritz Poppmeier, ­Witron-Geschäftsführer Martin Stich, Leiter der Spar-Logistik Martin Gleiss und der Leiter des ­Zentrallager Wels Bernhard Thallinger

Modernisiertes Spar-Lager in Oberösterreich eröffnet

Spar eröffnet Riesenlager

  • 45 Millionen für Zentrallager Wels
  • Pickleistung von bis zu 300.000 Einheiten möglich

Zwei Jahre Bauzeit. 45 Millionen Euro Invest. Nun wurde die dritte und letzte Baustufe im Spar Lager in Wels fertiggestellt. Ein Schritt, der durch die laufende Expansion der Tanne schlagend wurde. Lag der Beginn bei 97.000 Großverbrauchereinheiten, so sind es jetzt 180.000 GVE, die pro Tag abgewickelt werden. „Bei einem Wechsel auf Drei-Schicht-Betrieb, könnten wir sogar 300.000 GVE schaffen“, sagt Spar-Vorstandsdirektor Mag. Fritz Poppmeier. Aktuell läuft das Lager im Zwei-Schicht-Betrieb an fünf Tagen die Woche. 200 Spar-Mitarbeiter sind beschäftigt, 55 Mitarbeiter stellt die langjährige Partnerfirma Witron.

30.000 m2 Gesamtfläche. Gemeinsam mit der bayerischen Firma Witron hat die Spar ein vollautomatisches Lager auf 30.000 m2 Gesamtfläche auf die Beine gestellt. Im Zuge der umfassenden Modernisierung wurde alles auf den neuesten technischen Stand gebracht – vom Hochregallager bis hin zum Warenausgang. Im automatischen Hochregallager wurden die Palettenstellplätze von 22.500 auf 40.000 hochgeschraubt. Im tiefergelegten Hochregallager sind bestimmte Warengruppen wie Wein bei konstanter Temperatur gelagert.
„Der nun fertiggestellte Ausbau bewirkt eine deutliche Leistungs- und Umschlagserhöhung und gewährleistet eine hochmoderne Abwicklung der Verladung. Das Resümee nach den ersten Wochen im Vollbetrieb ist mehr als zufriedenstellend“, betont Direktor Jakob Leitner, ­Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk.

Vollautomatische Kommissionierung. Effizienzsteigerung auf der einen Seite, Kostenreduktion auf der anderen. „Wir erreichen mit unserem neuen Lager jährlich deutliche Einsparungen“, so Poppmeier im REGAL-Gespräch. Insgesamt sind es 870 Lieferanten, die den Standort beliefern. 14.000 Artikel – ausschließlich Trockensortiment – werden insgesamt manipuliert. Herzstück des neuen Traktes ist das Lager- und Kommissioniersystem OPM (Order Picking Machinery). Rund 4.000 Artikel wanderten vom Kistenlager in den neuen Lagerteil OPM. Acht Kommissioniermaschinen wickeln hier vor allem großvolumigere Artikel ab. Eine Maschine schafft 500 Einheiten pro Stunde.

Filialgerechte und effiziente Schlichtung. Der Ablauf: Nach Eingang der Warenbestellung berechnet das System aufgrund der Größe und des Gewichts der Verpackungseinheit die Anordnung der Artikel auf dem Rollcontainer. Die Schlichtung erfolgt nach einem perfekten Schlichtmuster, Zwischenräume gibt es keine. Pro Tag werden bis zu 66.000 Versandeinheiten auf die Reise geschickt. Durch die Auslagerung der 4.000 Artikel in den neuen OPM Bereich konnte der Füllgrad im bestehenden Kistenlager um 20 Prozent erhöht werden.

140 Direkt-Kunden. „Bei der Auslieferung an unsere Kunden unterscheiden wir zwischen Direkt- und Depotlieferung. Erstere umfasst 140 Kunden. Sie machen rund 40 Prozent des Volumens aus“, sagt Bernhard Thallinger, Leiter Zentrallager Wels. Die Kapazität liegt bei 45 Millionen Colli im Jahr – Tendenz steigend. „Wels ist für 50 Millionen Colli ausgelegt“, so Martin Gleiss, Leiter der Spar-Logistik. Der Oberösterreich-Standort dient übrigens nicht nur als Regionallager. Von Wels aus erfolgt auch die Kommissionierung der Interspar Weinwelt Artikel.