v.l.n.r.: Prok. Stefan Kastner, Andreas Blauensteiner MBA, Mag. Herwig Gruber, Christof Kastner, Rainer Neuwirth MA, Horst Moser.

Kastner Gruppe aus Zwettl (NÖ) – Wachstum in allen Bereichen

Kastner: Erfolg

  • Umsatztreiber Biogast und Gastro-Zustellung
  • Großumbau um 4,8 Mio. Euro im Abholmarkt Eisenstadt
  • Nah&Frisch: 13 neue Standorte, 29 Kosmetisierungen und 20 Regal-Optimierungen

Erfreuliche Nachrichten aus Niederösterreich. Die in Zwettl heimische Kastner Gruppe konnte 2016 kräftig wachsen. „Das letzte Jahr war wieder sehr erfolgreich. Die Kastner Gruppe konnte mit rund 830 Mitarbeitern um fast drei Prozent auf 212,35 Millionen Euro anwachsen“, führt Geschäftsführer Christof Kastner aus. 60 Prozent des Umsatzes, und damit stärkstes Standbein, machen die Abholmärkte und der Gastrodienst.

Wachstum. Die Vertriebsschiene Biogast (+ 8%) kristallisierte sich erneut als Umsatztreiber 2016 heraus. Das zweitstärkste Wachstum kam aus der Gastro-Zustellung, die auf über 78 Millionen Euro anstieg (+ 6%). „Im Großhandel stand ein leichtes Plus zu Buche. Im Einzelhandel haben wir Umsatz verloren, da einige Nah&Frisch-Märkte an selbstständige Kaufleute abgegeben wurden“, erläutert Kastner.

Neues Kastner Shop Konzept. Die Eigenkapitalquote der Kastner Gruppe beträgt laut dem Geschäftsführer 53 Prozent. „Wir sind ein kerngesundes Unternehmen. Darum werden wir auch heuer wieder investieren.“ Nach Krems und Jennersdorf werden nun Eisenstadt und Zwettl auf das neue Kastner Shop Konzept umgestellt. „Bis zum Herbst 2017 werden wir in den Abholmarkt Eisenstadt in drei Bauetappen 4,8 Millionen Euro aus unserem Cash Flow investieren“, skizziert Kastner.

157 Nah&Frisch. Gut unterwegs sind auch die dem Kastner Universum zugehörigen Nah&Frisch-Kaufleute. So treibt Kastner die Expansion weiter voran. „Wir beliefern mittlerweile 157 Kaufleute in Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark. 2016 wurden 13 neue Geschäfte eröffnet, damit mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Zehn bestehende Nah&Frisch-Standorte wurden an neue Betreiber weitergegeben. Der Umsatz liegt damit leicht im Plus“, sagt Geschäftsführer Andreas Blauensteiner, MBA. 2017 möchte die Kastner Gruppe auf über 160 Nah&Frisch-Standorte anwachsen.

Großhandel. „Der Kastner Großhandel in Zwettl setzt mit der Belieferung der Nah&Frisch-Kaufleute 25 Millionen Euro um, in Jennersdorf sind es 15 Millionen Euro“, sagt Geschäftsführer Mag. Herwig Gruber zu REGAL.

In Sachen Ladenbau wurden im letzten Jahr 29 Kosmetisierungen und 20 Regaloptimierungen durchgeführt. „So wurde etwa auch die Umstellung auf die Registrierkassa von Kastner organisiert“, betont Blauensteiner und kündigt an: „2017 wird zudem ein komplett neues Kassensystem für Kastner Nah&Frisch Kunden zur Verfügung stehen. Dieses System wird ein neuer Meilenstein für die interne Organisation selbstständiger Kaufleute. Damit einhergehend wird das Lohnverrechnungs- und Buchhaltungsservice für Nah&Frisch-Kaufleute ausgebaut.“ Die Durchschnittsverkaufsfläche der Nah&Frisch-Märkte liegt bei 200 m².

Biogast. Zugpferd der Kastner Gruppe ist auch die Biogast, mit einem Umsatzplus von acht Prozent. Der Bio-Großhändler bietet 14.000 Bio-Artikel, zählt 1.500 Kunden aus Fachhandel und Gastro und trägt bereits über 20 Prozent zum Kastner Umsatz bei. „Der Biohandel ist hart umkämpft. Auch Supermärkte sind eine immer wichtigere Bezugsquelle für Bio-Artikel“, erklärt Biogast Geschäftsführer Horst Moser. Bereits zum sechsten Mal wurde 2016 in Wels die Biogast Messe durchgeführt. 177 Bio-Unternehmen stellten aus, rund 700 Besucher kamen.

Kastner Webshop und myProduct.at. Eine der wichtigsten Maßnahmen im letzten Jahr war die Weiterentwicklung des Kastner Webshops. Dieser präsentiert sich nun von Grund auf neu und verbucht seither ein Umsatzwachstum von vier Prozent. Nahezu 70.000 Artikel stehen im Webshop zur Verfügung.
Ein Erfolgslauf ist auch die Plattform myproduct.at. Aktuell hat die Vertriebsschiene über 360 regionale Produzenten, 7.000 Artikel und 23 Partnershops (z.B. Bio Austria).

Antonia Lang