v.l.n.r.: Mag. Hannes Wuchterl, Andreas Blauensteiner MBA, Christof Kastner, Nadin Kases, Landesrat DI Ludwig Schleritzko, Wolfgang Huber, Elmar Ruth MSc

REGAL-Gespräch mit GF Christof Kastner

Kastner liegt super

  • Neue Nah&Frisch in der Pipeline: Japons und Sankt Martin an der Ybbsitz
  • Umsatz-Ziel für 2017: Plus 3 Prozent

REGAL: Herr Kastner, die Kastner-Gruppe konnte 2016 einen Umsatz von 212 Millionen Euro erzielen. Wo werden Sie Ende 2017 landen?
Kastner: Wir haben noch einen heißen Herbst vor uns, aber wir gehen davon aus, dass wir mit einem Plus von drei Prozent ins Ziel gehen werden.

Welche Bedeutung haben dabei die Nah&Frisch-Kaufleute?
Wir sind mit 157 Kaufleuten in das Jahr 2017 gegangen und liegen aktuell bei 158. Sicher ist, wir kommen bei Flächen zwischen 250 und 300 m2 zu der besten Umsatzausschöpfung. Deshalb sind wir gerade dabei, zusammen mit NAFES und Gemeinden auch zwei Neubauten in dieser Größe hochzuziehen. Der eine Standort wird in Japons realisiert, der andere in St. Martin an der Ybbsitz. Unterm Strich werden wir ein leichtes Kaufmanns-Plus haben.

Eine Schlagrichtung galt der C&C-Flotte?
Das stimmt. Wir haben unsere Neuaufstellung des Standortes in Eisenstadt in diesen Tagen abgeschlossen und dafür 5,2 Millionen Euro investiert. Die Realisierung ist geglückt, unser Vorhaben, schon in der Außengestaltung die regionale Verbundenheit zu zeigen, hat voll eingeschlagen.

Mit Nemeth glückte die nächste Übernahme?
Es war fir­men­intern die 23. Übernahme. Nemeth war für uns deshalb interessant, weil uns die Kunden-Struktur des Wiener Lebensmittelgroßhändlers angesprochen hat. Nemeth war besonders in der Buffet-Belieferung stark. Dort haben wir noch Potenziale gesehen. Kunden, die nun von Wien und Eisenstadt betreut werden.

Sie haben schon vor ein paar Monaten mit einem neuen C&C-Markt in Wien kokettiert, gibt es bereits Pläne?
Über ungelegte Eier wollen wir nicht reden, aber Wien ist nach wie vor interessant für uns.

Durchgesickert sind Pläne für Führungswechsel im Kastner-Team. Was hat es damit auf sich?
Es stimmt, in Amstetten und in Krems wird es aufgrund von Pensionierungen neue Standortleiter geben, das gleiche gilt für Jennersdorf. Auch im Einkauf wird es zu einem Wechsel kommen. Die Entscheidungen sind bereits weit fortgeschritten, um hier keine Übergabe-Problematik heraufzubeschwören.

Vielen Dank für das Gespräch.

Herbert Schneeweiß