Merkur-Vorstandsvorsitzende Mag. Kerstin Neumayer

Merkur-Vorstandsvorsitzende Mag. Kerstin Neumayer über den real-digitalen Marktplatz von morgen

Merkur-Online: Graz & Linz

  • Liefergebiete 2018 auf Graz und Linz ausgeweitet
  • Schon 30 Prozent vom Umsatz über Self-Check-Out
  • Self-Check-Out hat jetzt eingeschlagen

Im Juni 2016 wurde der Merkur Onlineshop gelauncht. Laut Vorstandsvorsitzender Mag. Kerstin Neumayer wickelt Merkur wöchentlich über 1.000 Bestellungen ab. „Im Sortiment führen wir 14.000 Produkte und liefern derzeit an Kunden in Wien und Umgebung“, so Neumayer. Doch in den nächs­ten Monaten steht der nächste große Expansions-Schub bevor. „2018 möchten wir unsere Liefergebiete auf Graz und Linz ausweiten“, gibt Neumayer bekannt. Positiv: Vor allem der Bio-Anteil sei im Online-Warenkorb hoch.

Self-Check-Out. Merkur bietet neben dem klassischen Kassensystem auch Familienkassen, Selbstbedienungskassen, NFC (Near Field: Communication) sowie eine Applewatch-Navigation mittels „Blue Code“ an.
Auch das Self-Check-Out, das Merkur in den letzten Jahren kräftig forciert hat, habe offenbar gut eingeschlagen. Neumayer verrät: „Schon 30 Prozent vom Umsatz werden über die Self-Checkout-Kassen abgewickelt.“

Wichtig sei für Neumayer auch Omnichannel. „Früher war der persönliche Kontakt ein entscheidender Faktor für Kunden, dann hat das Thema Selbstbedienung den Handel revolutioniert.“ Sowohl die Bedienung im Shop, das persönliche Service als auch die Verknüpfung sämtlicher digitalen Vertriebskanäle spielen eine wesentliche Rolle. „Das verstehen wir unter real-digitalem Marktplatz. Wir setzen heute alles daran, immer am neuesten Stand zu sein und forcieren Weiterentwicklungen im digitalen Bereich.“

Merkur hat bereits die Hälfte seiner Märkte mit Self-CheckOut-Kassen ausgestattet und testet aktuell die iBeacons Technologie in 15 Filialen. iBeacons liefern Kunden, welche die Merkur-App besitzen, direkt vor den jeweiligen Regalen entsprechende Produktinformationen und Rabatte mittels Bluetooth auf ihr Smartphone. „Heuer haben wir ebenso drei humanoide Pepper-Roboter angeschafft, die in drei Merkur Filialen in Wien zum Einsatz kommen.“ Das sprechende Marketingtool Pepper begrüßt Kunden, informiert über Neuigkeiten, Aktionen und Rabatte, erzählt Witze und tanzt.

„Der Kunde will aber auch in Zukunft absolut nicht auf die persönliche Beratung verzichten. Mitarbeiter bleiben ein ganz entscheidender Faktor.“ Laut Neumayer geht der Trend in Richtung Individualisierung. „Es ist deshalb wichtig, sich immer an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren und mit dem digitalen Wandel zu gehen.“

Die Merkur-App gehöre schon zum Standard-Repertoire. Kunden können mit der App aktuelle Flugblätter und Informationen rund um den Einkauf einsehen. Ebenso erhalten sie persönliche Gutscheine und können mit der GPS-Standortsuche den Markt in naher Umgebung finden.

Erfolgreiches Expansionsjahr. Satte 100 Millionen Euro investierte Merkur 2017 in seine Flotte. Sieben Neueröffnungen und fünf Umbauten standen auf der Agenda. Ebenso wurden heuer vier neue Kompakt-Merkur-Märkte eröffnet. Die Flächen des neuen Konzepts belaufen sich auf eine Größe zwischen 1.200 und 1.500 Quadratmeter. „Wir sind positiv überrascht, wie begeistert die Kunden vom neuen Konzept waren“, so die Vorstandsvorsitzende und fügt hinzu: „In Knittelfeld haben wir seit der Eröffnung im Sommer gute Umsatzzahlen erreicht.“
Die Expansionswelle geht weiter. 2018 eröffnen weitere Filialen am Hauptbahnhof Wien und im Philipshaus (Wien).

Carina Mörzinger