Exklusiv: Hofer nimmt Stellung

Hofer Ziele 2017

  • Neun ehemalige Zielpunkt-Märkte adaptiert
  • Coffeebox im Testlauf
  • Markenanteil bei 10 Prozent

Wie viele ZIP-Filialen wurden bereits adaptiert und wie sind Sie mit der Performance zufrieden?
Bislang haben wir neun ehemalige Zielpunkt-Filialen adaptiert, an den restlichen Standorten arbeiten wir mit Hochdruck. Wir sind mit der Performance dieser Märkte – ebenso wie mit der gesamten Umsatzentwicklung – sehr zufrieden.
 
Gab es Nachjustierungen im neuen Konzept?
Wir nehmen laufend Anpassungen bei unserer Filialflotte vor und testen verschiedenste Innovationen. 
 
Wie viele Geschäfte werden 2017 auf den neuesten Stand gebracht? Sind neue CO2-emissionsfreie Filialen in der Pipeline?
Unser Filialnetz befindet sich in einem stetigen Prozess der Modernisierung – eine genaue Anzahl jener Märkte, die 2017 erneuert werden, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. Neben CO2-emissionsfreien Filialen in Bergland, Stockerau, Amstetten und Rottenmann entsteht aktuell ein weiterer Markt im niederösterreichischen Seitenstetten.
 
Wie viele neue Märkte sind heuer geplant?
Mittelfristig möchten wir die Filialanzahl auf mindestens 500 Märkte in Österreich erhöhen, wobei wir vor allem im städtischen Bereich, aber auch an einzelnen „weißen Flecken“ in ländlichen Gebieten noch weiter wachsen.
 
Können Sie konkrete Geschäfte benennen?
In absehbarer Zeit werden zwei neue Märkte spruchreif: Ende April eröffnen wir eine neue Filiale in Straßwalchen, Mitte des Jahres einen zweiten Standort in Gänserndorf.
 
Wie hoch ist Ihr Marken-Anteil?
Der Anteil an Top-Brands liegt bei 10 Prozent. 90 Prozent unseres Sortiments sind Eigenmarken.
 
Ist die Einlistung neuer Top-Marken geplant?
Wir berücksichtigen bei der Einlistung stets die Wünsche unserer Kunden und runden mit der Auswahl einzelner Top-Marken unser umfangreiches Angebot ab. Insgesamt bleiben die Marken-Produkte aber ein Nischen-Phänomen, vertrauen die Kunden doch auf das, was Hofer wirklich ausmacht, nämlich die eigene Markenwelt.
 
Wie wichtig ist der Non Food II-Bereich für Hofer?
Die Wichtigkeit von Non Food II ist für Hofer unverändert hoch. Wir greifen in diesem Bereich weiterhin aktuelle Trends auf und wählen die Produkte gemäß der Nachfrage unserer Kunden sowie in Hinblick auf unsere eigene Philosophie aus.
 
Wird Hofer seine Frische-Paletten weiter ausbauen?
Der Trend rund um die Themen Frische und Regionalität ist ungebrochen. Unsere Kunden legen großen Wert auf frische, regionale Produkte – ein Wunsch, dem wir mit Brot und Gebäck aus der Backbox, Obst und Gemüse bei unserem Marktplatz oder der Frischepalette innerhalb der Coolbox nachkommen. Speziell der Obst und Gemüse-Bereich wurde in den letzten Monaten und Jahren stets ausgebaut, Tests für eine weitere Aufstockung der angebotenen Artikel laufen bereits. Außerdem hat die Auswahl an Convenience Food merklich zugenommen, ein weiterer Ausbau ist auch in diesem Segment nicht ausgeschlossen.
 
Verzehrplätze, Kaffee­ecken, Flaschenrücknahme-Geräte: Wird sich Hofer weiter als One-Stop-Shopping-Stelle etablieren?
One-Stop-Shopping ist und bleibt ein großes Thema für Hofer. Mit unserem fokussierten Sortiment in Verbindung mit temporären Themen- sowie Produktschwerpunkten und Aktions­­­­artikeln bieten wir unseren Kunden ein perfekt geschnürtes ­Warenangebot. Mit nur einem Einkauf können alle Produkte für den täglichen Bedarf gekauft werden.
 
Kassenzone: Gibt es neue Ansätze bei Hofer, die Kassenzone weiter zu beleben?
Aktuell testen wir in elf Filialen die „Coffeebox“ bei der Kassenzone. Mit diesem Tool möchten wir unseren Service erweitern und den Kunden nach dem Einkauf den Genuss eines Heißgetränks schmackhaft machen.
 
Welche Wachstumsraten verzeichnet ZZU?
Vor elf Jahren haben wir die Eigenmarke „Zurück zum Ursprung“  mit damals elf Produkten ins Leben gerufen. Aktuell halten wir bei rund 400 verschiedenen Artikeln pro Jahr. Es kommen je nach Trend oder Saison weitere Produktneuheiten hinzu. Wir orientieren uns hier stets an Kundennachfrage und Marktforschungsergebnissen.

Wie sind Sie mit der Performance in der Schweiz, Slowenien und Ungarn zufrieden?
Wir sind mit der Performance unserer Hofer Nachbarländer sehr zufrieden, was die laufende Expansion eindrucksvoll beweist.
 
Mit welchem Ladenbau-Konzept agieren Sie in den verbundenen Ländern?
Das Konzept der „kognitiven Landkarte“ wird nicht nur in Österreich, sondern auch in unseren Nachbarländern konsequent umgesetzt. Das heißt, unsere Filialen in der Schweiz, in Ungarn und in Slowenien sind nach dem gleichen Konzept sowie nach der gleichen Anordnung der Warengruppen aufgebaut, damit sich der Kunde auf Anhieb zurechtfindet.
 
Wie weit sind Sie mit den Plänen für den Italien-Einstieg?
Die Vorbereitungen für den Einstieg in Italien laufen auf Hochtouren. Nachdem wir unseren operativen Betrieb in einem Büro in Verona, direkt am internationalen Warenverkehrszentrum „Quadrante Europa“, aufgenommen haben, wurde nun auch ein Verteilerzentrum im Raum von Verona etabliert.
 
Sind neue Investitionen in der Logistik nötig, wo wird heuer gebaut?
Wir haben in der Vergangenheit mehrere unserer Logistikzentren wie beispielsweise jene in Rietz und Sattledt ausgebaut bzw. teils um Photovoltaikanlagen auf dem Dach ergänzt. Auch ein neues Bürogebäude im oberösterreichischen Eberstalzell wurde erst kürzlich von unserer nationalen IT bezogen.

Gregor Schuhmayer