In Baden wurde ein Projekt mit 1.550 m2 realisiert. 3,5 Millionen Euro wurden in den Standort investiert.

Spar-Vorstand Hans K. Reisch startet mit einem neuen Modellmarkt für Eurospar

Eurospar: Ein neuer Modell-Markt wird eröffnet

  • 3,5 Millionen Euro wurden in neues Eurospar-Format in Baden bei Wien investiert
  • Markt auf 1.550 m2 Verkaufsfläche realisiert

Satte 600 Millionen Euro investiert die Spar 2017 in die Flotte. Alleine 300 Millionen Euro gehen dabei in die Austro-Armada. Dabei dreht Spar vor allem in Wien und Niederösterreich groß auf. „Wir werden weiter in diesen Bundesländern expandieren. Unser Fokus liegt klar in Ostösterreich“, so Spar-Vorstand Hans K. Reisch. 240 Standorte sind alleine in Niederösterreich am Netz. Eine Zahl, die 2017 deutlich ausgebaut werden soll. Auch das Upgrade von Supermarkt- in Eurospar-Formaten geht unvermindert weiter. Zwar gibt es in Oberösterreich nach wie vor die größte Eurospar-Dichte, aber auch im Osten setzt die Tanne den Hebel an.

Neue Projekte. Dementsprechend wuchtig bringt sich die Ost-Spar in Stellung. In Wieselburg und in St. Pölten gehen neue Eurospar-Formate ans Netz, in Wien (Hietzinger Hauptstraße) wird genauso ein Projekt realisiert wie in Gänserndorf. Erstes Leuchtturmprojekt ist aber Baden bei Wien. „Wir haben insgesamt 3,5 Millionen Euro in den neuen Eurospar investiert“, so Spar Direktor Alois Huber. Und es ist ein echter Mustermarkt: „Es ist aktuell das modernste Format“, bestätigt Reisch.

Die Highlights: Die Spar setzt auf eine Bistro-Lösung. Ein Format, das mittlerweile bei rund 50 Geschäften zum Einsatz kommt. Bei 35 Eurospar-Geschäften ist das Tool aufgeschaltet. Zusätzlich dazu 15 Supermärkten. Dabei rechnen die Sparianer durch den FMZ-Verbund mit Hervis und dm von einer höheren Verweildauer und bieten deshalb die Gastro-Einheit an.

Verkaufsfläche. Bei der Geschäftsgröße geht die Spar mit 1.550 m2 in Stellung und reizt damit die äußere Verkaufsflächen-Zahlen aus. Geht es nach Spar-Kennern wären Standorte um die 1.200 m2 rentabler. Die Flächenrentabilität sei bei dieser Größe am höchsten, da in dieser Fläche die Aktionsanteile am besten abgepuffert werden könnten. Bei Märkten darüber sinke die Raumleistung wieder. Aber: Dem kaufkräftigen Badener Publikum mit einer Bezirkskaufkraft von 3,3 Milliarden Euro und einem Kaufkraft-Index von 108,1 Prozent wollte die Spar eine Mega-Auswahl bieten. 20.000 Artikeln sind eingelistet. Dabei ist die außergewöhnliche Raumhöhe auffällig, die den Markt noch größer erscheinen lässt. Großzügig sind auch die Gänge gestaltet. Hauptaugenmerk liegt dabei auf zwei übergroßen Hauptgänge, die einen schnellen Einkauf ermöglichen sollen.

O&G. Es regiert die Holzoptik: So wurden etwa die regionalen Weinmeter mit Holzkisten ausgestattet und auch bei O&G kommen Holz-Paneele mit neuen Beschriftungen zum Einsatz. „Das haben wir auch in anderen Wiener Märkten bereits realisiert.“

Frische im ersten Marktdrittel. Dabei folgt die Tanne den letzten Realisierungen und zieht im ersten Marktdrittel sämtliche Frischebereiche zusammen. Hauptfokus liegt dabei auf die Feinkost, bei der weiter Fleisch-, Wurst-, Backwaren- und auch Käse in Bedienung angeboten werden. Das SB-Brot-und-Backwaren-Möbel ist aber trotzdem nicht mehr wegzudenken. Die Tests würden eindeutig für diese Möglichkeit sprechen.
Grundsätzlich gilt: Spar setzt auf keine Ein-Lieferanten-Strategie im Ladenbau, sondern probiert immer wieder neue Anbieter aus. So kommt erstmals auch das erste (große) Sushi-Möbel der Firma Eat Happy in einem Eurospar-Markt in die Realisierung. Dabei handelt es sich um ein Pop-up-Möbel, das getestet werden kann, bevor die endgültige Realisierung erfolgt.

Heizung. Beheizt wird das rund 2.169 m² große Gebäude über eine Wärmerückgewinnung (zu 85 Prozent) und Luftwärmepumpe (zu 15 Prozent). Bei der Wärmerückgewinnung wird die von den Kühlaggregaten abgegebene Wärme zur Beheizung des neuen Eurospar verwendet. Beleuchtet wird ausschließlich mit LED und durch die Gebäudedämmung entspricht der Heizwärmebedarf dem eines Niedrigenergiegebäudes.

Parkplätze. Abgerundet wird der Vorstoß mit 150 extrabreiten Parkplätzen, die einen bequemen Einkauf ermöglichen sollen. Der Standort in unmittelbarer Nähe des Neuprojekts (eine Supermarkt-Größe) geht vom Netz.

Herbert Schneeweiß