Gespräche, Ideen, Interesse im „Supermarkt der Zukunft“.

Berufsinformation: 2.000 Besucher der REGAL-Messe, Supermarkt der Zukunft und Vorträge plus Symposium waren begeistert

Branchentreff: Tolle Info-Welt

REGAL lud ein. Die Branche hörte und kam. Rund 2.000 Manager aus Handel, Industrie, dazu Marktforscher, Berater strömten herein. In den Gesichtern glüht die Hoffnung. Drinnen warten Fachvorträge und tolle Gespräche. „Was kann ich für mein tägliches Geschäft mitnehmen?“ „Wie geht’s mit Online weiter?“ Der REGAL-Branchentreff, die größte Berufs-Informations-Veranstaltung der Branche, lockte in die Halle C der Wiener Messe. Rund 100 Stände zauberten eine bunte Welt der Marken. Neuer Ausstellerrekord.
Für ein paar Stunden wird die Kluft zwischen Industrie und Handel verschwimmen, schlägt REGAL die Brücke. Knallharte Preisverhandlungen und Totschlagargumente müssen jetzt zurückstehen. Stattdessen schieben sich Freundlichkeit und offene Diskussionen ins Bild. Einkäufer, Kaufleute treffen auf Key Accounter, Markenmanager. Mit dabei: Bier, Wein. Brötchen. In der Mitte die Probleme. „Die Bürokratie ist enorm. Die Aktionen ein Irrsinn“, tönt es aus der Kaufmannsecke.

Zwischen den Ständen flattern Markengespräche. Schnell kreisen Summen von Listungsgeldern. 50.000 Euro. 100.000 Euro. „Was man heute an Listungsgeld in Euro zahlt, war früher in Schilling zu zahlen. Ein Wahnsinn!“, so ein altgedienter Industriemanager. „Mit den Preisen der traditionellen Marken geht es bergab“, tönt es weiter drüben. „Der Markt ist hart umkämpft, es ist schwierig, Geld zu verdienen. Der Konsument ist viel sprunghafter geworden“, so klingt es ein paar Standmeter weiter. Ja, die einzige Konstante scheint die Veränderung zu sein. Handys werden gezückt. Aktienkurse blinken. „Die Unilever Aktie ist zweistellig gestiegen. Hast Du gesehen?“ Zwei ehemalige Konzernmanager im Gespräch. Ein paar Meter weiter lockt die blau-weiße Genusswelt mit bayerischen Schmankerln.

Das Interesse ist enorm. Schon am Vormittag ist bei den Fachvorträgen der Praktiker kein einziger Sitzplatz mehr zu bekommen. Als Magnet wirkt einmal mehr der Supermarkt der Zukunft. Digital Shopping im stationären Handel ist das Thema, das alle interessiert. Design trifft Technik. Wareninszenierung mit Pfiff. Die Handelsprominenz informiert sich.

Im großen Vortragssaal gibt der Einstiegsfilm mit Kaufleuten den Startschuss zu den Fachvorträgen. Aktionen, Preise, Sortiment, Diskont. Moderatorin Petra Rudolf führt wieder gekonnt durchs Programm. Dann die Ehrungen. Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin, die der Politik bald Adieu sagt, streut Perlen der Zuversicht: „Die Konjunktur springt wieder langsam an. Es geht leicht aufwärts“. Endlich. Die Bundesministerin überreicht das Goldene REGAL 2017 an verdiente Manager aus Handel und Industrie. Händeschütteln. Gelöste Gesichter. Dankbarkeit. Sie alle haben es verdient: DI Andreas Geisler (GF Käserebellen, Koordinator ARGE-Heumilch), Dr. Alfred Hudler (Vorstandsvorsitzender Vöslauer), Mag. Julius Kiennast (GF Julius Kiennast, Großhandel, Nah&Frisch), Christian Leeb (GF Salzburg Milch), Elisabeth Radatz-Fiebinger (Radatz), Mag. Martin Terzer (GF Reicheis). Die Kaufleute des Jahres sind: Edith und Ferdinand Fuhrmann (Adeg Kaufleute aus Wallern im Burgenland) sowie Georg Urban (Eurospar Verderber, Eggenburg und Retz).

Schnell jagt der nächste Höhepunkt heran. Ladenbauspezialist Martin Gaber von Jos de Vries nimmt die Branche auf die Reise durch internationale Handelsformate. Blurring, Multiformate und Lokal ist das neue Regional-das sind die Trends, die sich in einem erfolgreichen Ladenbau wiederspiegeln müssen. Harald Melwisch, GF von Unilever Austria und Chief Digital Officer von Unilever DACH skizziert die digitale Transformation in der Markenwelt. „Die Rolle der Marke ändert sich radikal. Die Marke muss Teil einer Bedürfnisplattform sein.“ Er rüttelt an altbekannten Maßstäben, regt zum Umdenken an. Ein Weckerläuten geht durch die Reihen. Bestseller-Autor Hermann Scherer sorgt für Lacher und setzt so einen wohltuenden Kontrapunkt. Medienzampano Wolfgang Fellner führt in launiger Weise durch die Podiumsdiskussion, fordert von der Handels- und Industrieprominenz klare Antworten. Merkur-Vorstand Dir. Mag. Kerstin Neumayer: „Bei den Eigenmarken ist noch viel Luft nach oben!“ Raunen in den Reihen der Markenindustrie. Ulf Schätzel, Country Manager von GfK Austria zeichnet den Shopper von Morgen und setzt damit einen bündigen Schlussstein der hochkarätigen Fachveranstaltung. Schnell strömen die Massen heraus. Denn vieles gibt es zu diskutieren zu hinterfragen. Immer wieder formen sich noch vor den Ständen dicke Menschentrauben, blühen die Ideen. Der REGAL-Branchentreff als sprudelnde Inspirationsquelle.
Langsam, aber sicher, steuert auch der REGAL-Branchentreff 2017 und damit der Tag der Berufsinformation seinem Ende entgegen. Doch die Ideen fürs eigene Geschäft leben weiter.