Flächen-Entwicklung:

Zielpunkt-Aus hilft Rewe, Spar

  • Wachstum 2017 steigt auf 3,3 Prozent

Von der Pleite der Lebensmittelkette Zielpunkt haben primär Rewe und Spar profitiert. Die beiden „big player“ konnten im Jahr 2016 Umsatzsteigerungen erzielen, die ihre Marktdominanz im österreichischen LEH von rd. 62 % auf rd. 65 % weiter erhöhen, konstatiert Regio­Data in einer exklusiv-Auswertung für REGAL. Diese deutlich positiven Ergebnisse sind, neben weiteren Flächenexpansionen, auch darauf zurückzuführen, dass sie einen Teil des Zielpunkt-Umsatzes abschöpfen konnten. Beide Marktteilnehmer konnten auch ihre Flächenproduktivität um jeweils 2,7 % steigern. Laut RegioData profitieren die Diskonter überraschend verhältnismäßig weniger vom Zielpunkt-Aus.

Im Diskontbereich ist für 2016 die starke Entwicklung von Lidl zu nennen, der mit einer Umsatzsteigerung von 8,8 % und einem Flächenwachstum von 6,7 % seine Flächenleistungen um 2,0 % erhöhen konnte. Hofer konnte seine Verkaufsflächen um weitere 5,8 % erweitern und den Umsatz um ca. 2,6 % erhöhen, Penny hat auf gleichbleibender Fläche ein Umsatzwachstum von 3,9 % erzielt, so Berechnungen und Schätzungen von RegioData.

Verkaufsfläche. Die Gesamtverkaufsflächen des österreichischen Lebensmitteleinzelhandels sind 2016 um 1,5 % zurückgegangen, bei einem gleichzeitigen Umsatzwachstum von 2,3 % ergibt dies insgesamt gesehen einen Anstieg der Flächenproduktivität von 3,9 %.

Prognose. Nach einem recht guten Plus im Vorjahr von 2,3 % auf 20,6 Milliarden Euro nimmt die Branche heuer Kurs auf ein stärkeres Wachstum. RegioData rechnet 2017 mit einem Wachstum von 3,3 Prozent.

Gregor Schuhmayer