Der neue Interspar-Knüller in Steyr glänzt mit Innovationen – Mega-Umbau nun fertig

Parade-Interspar in Steyr

  • Sensations-Markt um 21 Mille
  • 8.000 Kunden am Wochenende im Center erwartet
  • Nächster Knüller in Amstetten schon in Bau

Steyr im Traunviertel. Zwölftgrößte Metropole in Österreich. 40.000 Einwohner. Eine Stadt mit Geschichte. Um 600 vor Christus wanderten die Kelten ein. Später brachten die Römer das Eisen. Im Mittelalter wurde das Gebiet von bairischen Stämmen besiedelt.
Heute spielt die Spar in Steyr eine große Rolle. Es war ein riesiger Eröffnungsabend mit Hunderten Gästen und viel Industrie. Im Mittelpunkt stand der neue Interspar, ein Markt mit Hochglanz. Ja, ein Prachtstück. Satte 21 Millionen Euro inves­tierte Interspar-Chef Mag. Markus Kaser in den Komplett-Umbau samt kleinerem Center.
Doch im Mittelpunkt stand an diesem denkwürdigen Abend auch ein Mann, der wohl am Höhepunkt seiner Karriere ist. Dr. Gerhard Drexel. Spar Präsident seit dem Jahr 2000. Großer Weiterführer der legendären Spar-Aufbauer Luis Drexel, Hans M. Reisch und Mag. Fritz Poppmeier. „Herr Dr. Schuhmayer, dieser Interspar ist unser neuer Stolz, neben vielen Marken und unglaublicher Frische schöpfen wir hier auch bei unseren Eigenmarken aus dem Vollen“, strahlt Drexel bei der Eröffnung.

Viel Prominenz. Dieser neue Interspar-Jumbo ist die größte Spar-Eröffnung des zweiten Halbjahres. Auch die Vorstände Hans K. Reisch und Mag. Fritz Poppmeier waren gekommen. Außerdem Spar-OÖ-Chef Jakob Leitner sowie Maximarkt-Geschäftsführer Thomas Schrenk. Viel Applaus auch von der Industrie für dieses neue Frische-Paradies, von Unilever bis zur VOG.
Und Drexel ist auch ein Mann, der sich hundertprozentig für Spar einsetzt. Wenn er etwas macht, dann richtig. So auch an diesem Eröffnungsabend. Er nimmt sich Zeit für Small-Talk mit Politik, Industrie, Medien, Fachwelt. „Ich übernachte heute hier in Steyr, fahre erst morgen zurück nach Salzburg in die Hauptzentrale. Diese Eröffnung ist uns ganz besonders wichtig“, flüstert mir der Präsident gegen 21.30 Uhr.
Der Spar gelang es, beim Marktanteil in den letzten Jahren auch Stück für Stück weiter zu kommen. Drexel und seine Sparianer-Freunde sind am Drücker, weiß man auch jenseits der österreichischen Grenzen, auch wenn natürlich das Problem mit Mitarbeitern, vor allem in Städten, immer schwieriger wird. In Steyr, so Interspar-Chef Kaser, „könnten wir noch 20 Leute aufnehmen.“
Auch Spar-Vorstand Mag. Fritz Poppmeier hatte an diesem großen Eröffnungsabend große Freude. „Wir sind froh, dass wir diesen Interspar und das Center mit Shoppartnern eröffnen können“, so Poppmeier im Gespräch mit Regal.

3.600 m2. Das eigene Interspar-Center bietet 11.000 m2 Verkaufsfläche und acht Shoppartner. Ein Jahr lang wurde bei laufendem Betrieb gebaut. Auf 3.600 m2 erstrahlt jetzt der neue Interspar im Traunviertel. Es ist die letzte Interspar-Eröffnung für das Jahr 2018, so Kaser.

Expansions-Pläne. „In den nächsten drei Jahren wollen wir noch vier bis sechs neue Märkte eröffnen“, verrät Kaser gegenüber REGAL. In der Pipeline wartet als nächstes Amstetten. Nur 50 Kilometer von Steyr entfernt, wird der jetzige Interspar-Markt gerade abgerissen. „In Amstetten ist am Interspar-Standort zurzeit ein Loch, im Zuge des Umbaus wird dort eine Tiefgarage entstehen.“
Auch neue Standorte kommen in Wien Breitenfurter Straße und Perg in Oberösterreich. Weitere Märkte, die in Angriff genommen werden, sind Lienz und Wien Alt Erlaa. „Es kommt darauf an, wie der Winter wird, ob wir die Märkte 2019 oder 2020 eröffnen können.“ Fix ist die Eröffnung der Interspar-Tochter Maximarkt in Ried im Innkreis im Frühling 2019.

Steyr. In modernem Look und mit Fokus auf Nachhaltigkeit setzte Interspar in Steyr auf bewährte Partner, wie das Architekturbüro Kulmus/Bügelmayer, die Firmen Umdasch und Tomra. Im Zuge der Umbauten wurde von Gasheizung auf Fernwärme umgestellt und LED-Lampen installiert. Am neuesten Stand der Technik sind auch die Kühl- sowie die Klimaanlage des gesamten Interspar-Einkaufszentrums. Eine Besonderheit ist auch die Leergutanlage, T9 mit 360 Grad Flow- und Erkennungstechnologie von Tomra. Zwei Automaten, einmal im und einmal vor dem Geschäft, bieten den Kunden eine schnelle und problemlose Leergut-Rückgabe. Zukunftsweisend sind auch die sieben E-Ladestationen unter den 400 kostenlosen Parkplätzen. Für die Hypermarkt-Besucher steht auch eine Tiefgarage zur Verfügung.

Mitarbeiter und Kunden. Die Industriestadt im Traunviertel ist ein wichtiger Standort für das Handelsunternehmen. Das Interspar-Zentrum, welches von Interspar selbst betrieben wird, beschäftigt 226 Mitarbeiter. Interspar-Shopmanager und Center Manager ist Gerhard Nußbaumer. Im Markt arbeiten 135 Angestellte, davon sechs Lehrlinge. Diese sind für die durchschnittlich 2.000 bis 4.000 Kunden, die täglich den Interspar frequentieren, verantwortlich. „Am Wochenende rechnen wir mit bis zu 8.000 Kunden im Einkaufszentrum.“

Ladenbau. Die Optik des Marktes wurde modernisiert. Die hohen Obst- und Gemüse-Regale im Herzen des Marktes sind eine Neuheit bei Interspar. Auch die Produktbeschilderung glänzt mit neuer kreativer Schrift und Farbe. Die Farben hinter der Frischetheke haben auch eine Kosmetisierung erfahren. Die Wurst- und Fischtheken zeigen sich im zeitlos weißen Stil. Eine vorrausschauende Innovation findet man in den Produktwelten im Non-Food- Bereich. Hier kann man mittels rollenden Regalen die Warenwelten je nach Saison und Bedarf vergrößern oder verkleinern.

Sortiment. Das Angebot ist breit: Rund 50.000 Artikel in allen Warengruppen. Davon sind 400 Produkte für Vegetarier und Veganer. Der Schwerpunkt liegt auf heimischer und lokaler Ware. „Wir bieten unseren Kunden 160 Produkte von 35 Herstellern aus der unmittelbaren Umgebung.“

Textil. Im Non Food Bereich wurde das Sortiment angepasst. Anstatt auf Oberbekleidung zu setzen, verkauft Interspar jetzt Socken und Unterwäsche der Spar Eigenmarke. Das Küchen- und Haushalts-Segment wurde verdoppelt. „Wir sind nicht nur Spezialist bei Lebensmitteln, sondern auch im Segment Küche und Haushalt.“

Trends. Sushi, Grillen, Trockenfrüchte, heimischer Fisch und Bio­produkte sind nur einige Trends, die Interspar abdeckt. Ein Segment, das in Menge und Umsatz wächst, ist Geflügel. Dafür wurden extra Truhen in neuem Design installiert. Weitere Trendartikel sind gekühlte Getränke in jeglicher Form: Smoothies, Fruchtsäfte, Craft Beer, Most, Cider und zuckerreduzierte Softdrinks.

Kassa. Im Kassabereich wurde, wie in allen 72 Interspar-Märkten, auf Bedienung gesetzt. Zehn Kassen, darunter eine barrierefreie Kasse, stehen den Kunden zur Verfügung. Expresskassen und Self-Checkout-Kassen haben im Interspar keinen Platz. „Um Schlangen an der Kasse zu vermeiden, setzen wir auf flexible Kassabesetzung und lange Förderbänder.“

Rezeption. Erst drei Mal in Österreich wurde das neue Rezeptions-Konzept mit Lottoscheinen, Rubbellosen und Ö-Tickets umgesetzt. „An der Rezeption kann der Kunde des Hypermarktes Fragen stellen, Waren umtauschen, sich informieren, Feinkostplatten bestellen und seine Onlinebestellungen abholen.“ Die Rezeptionisten haben eigens entworfene Bekleidung und stehen mit dem Kunden auf Augenhöhe.
Restaurant. Das Interspar-Restaurant vor dem Markt bietet 139 Sitzplätze. Ein Knüller ist die neue Kaffeebar neben dem Selbstbedienungsrestaurant, die zum Genießen einlädt. „Das Interspar-Restaurant verbessert die Aufenthaltsqualität und fungiert als Treffpunkt.“ Dafür steht auch eine Terrasse für die Shopper zur Verfügung.

Shoppartner. Mit Hervis, Media Markt und der Fussel Modestraße hat das Interspar-Einkaufszentrum einen abwechslungsreichen Branchen-Mix für Steyr geschaffen. „Gemeinsam mit unseren Shoppartnern decken wir den Bedarf an Waren und Dienstleistungen des kurz- und mittelfristigen Bedarfs perfekt ab.“ Alle Geschäfte wurden im Zuge des Umbaus revitalisiert. Hervis und Fussel Modestraße wurden weiter nach vorne gerückt. Weiters sind eine Volksbank-Filiale, ein Reisebüro, ein Haarcenter, und ein Handyshop untergebracht.

G. Schuhmayer, L. Wagner, A. Zeunerova