Silvia Wolfsgruber

Silvia Wolfsgruber – eine Reportage über eine besondere „Diskont“-Managerin

Power-Frau bei Hofer ...

  • Die dynamische Silvia Wolfsgruber hat zwei Kinder und schupft trotzdem einen der härtesten Jobs der Branche: Regional-Verkaufsleiterin bei Hofer

Seit 2008 ist sie Managerin bei Hofer. Mittlerweile gehört sie zu einer der großen „Power-Frauen“ des Diskont-Primus. Silvia Wolfsgruber, 33 Jahre alt.

Sie ist verantwortlich für sechs Hofer-Filialen. Fünf davon stehen in Wien und eine in Langenzersdorf (NÖ), direkt neben dem berühmten Metro. Die junge Diskont-Lady ist damit für 120 Mitarbeiter verantwortlich.

Regional-Verkaufsleiterin lautet ihre Berufsbezeichnung im internen Hofer-Jargon. Übersetzt heißt das Umsatz-Verantwortung, Drehscheibe zwischen Filialleiter und Regionalzentrale, Anlaufstelle für Rechtsfragen, Mitarbeiter, Kundenbeschwerden, Diebstahl, Warenpräsentation, Logistik, Finanzen und Entwicklung neuer Märkte. Ein harter Job, wie Handels-Insider wissen.
Hofer bezeichnet seine Frau Wolfsgruber daher sogar als „Superheldin“. Warum?
Weil sie nicht nur die Hofer-Märkte, sondern auch die Familie „schupft“. Sie meistert den oft schwierigen Spagat zwischen Beruf und Familie. Mittlerweile hat sie zwei Kinder.

Die Managerin. Im echten Leben oft auch einfach „Working Mom“ genannt, möchte sich Silvia Wolfsgruber trotzdem kein anderes Leben vorstellen. Doch wie schafft sie es die gebürtige Oberösterreicherin, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen?

Oft ist es immer das selbe Spiel. Das Studium ist abgeschlossen, ein attraktiver Job gefunden und endlich startet die Karriere. Meist kommt jedoch bei Frauen früher oder später die Frage auf: Möchte ich Kinder? Die meisten wollen – doch ist dieser Wunsch vereinbar mit einem beruflichen Vorwärtskommen oder be­deutet ein Kind automatisch das Karriere-Aus?

Wolfsgruber hat dazu eine klare Meinung. „Familie und Beruf schließen sich nicht aus. Natürlich steckt ein gewisser logistischer Aufwand dahinter, meinen Job als Regional-Verkaufsleiterin bei Hofer und meine beiden Kinder Valentina und Fabio zu koordinieren. Aber nichts trainiert die Nerven, die Kreativität und das Zeitmanagement so gut wie Kinder. Und ich denke, viele Unternehmen sehen diese Stärken von berufstätigen Müttern klar als Vorteil. Hofer tut dies auf alle Fälle.“

Wieder-Einstieg. Und doch brauchte die junge Hofer-Managerin nach der Geburt ihrer beiden Kinder eine Auszeit. Drei Jahre war sie in Karenz. Dann hat sie wieder angefangen. Gleich mit Vollzeit. Sie hat den Sprung in das oft allzu raue und harte Handelsleben einfach gewagt. „Mein Ziel war es jedoch immer zu zeigen, dass auch eine Vollzeitstelle mit Kindern machbar ist“, gibt sie zu Protokoll.

Flexibilität. Wichtig war das Thema Flexibilität. Sonst wäre es eng geworden. Wolfsgruber: „Diese Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht jedoch nicht ganz ohne Hilfe. Mein Lebensgefährte und Vater der Kinder ist unter der Woche nicht bei uns in Wien, deswegen ist es umso wichtiger, einen Arbeitgeber wie Hofer zu haben, der eine flexible Arbeitszeitgestaltung ermöglicht. Auch die Kinderbetreuung ist ein wichtiger Punkt.“

Insgesamt beschäftigt Hofer übrigens 11.000 Mitarbeiter. 480 Filialen beliefert der Diskonter bereits. 2019 könnte Filiale Nr. 500 folgen.

Gregor Schuhmayer