Vorstandsdirektor Hans K. Reisch

Interview mit Spar-Vorstand Hans K. Reisch

Reisch: Neues Ladenbau-Konzept für die Spar ...

  • Fünf Standorte mit ESL, 50 haben Self-Checkout
  • Tann-Werk in Wörgl im Testbetrieb, Eröffnung im Juni

Regal: Herr Reisch, wie ist 2018 bisher für die Spar angelaufen?
Hans K. Reisch: Gut, wir liegen innerhalb unserer Pläne. Die Wetter-Schwankungen spielen keine Rolle im Lebensmittelhandel. Auch in der Kältephase ist das Geschäft normal verlaufen.

Ein Investitions-Schwerpunkt liegt auf den Tann-Werken. Für beide beträgt der Invest rund 65 Millionen Euro.
Genau. In Wörgl haben wir 35 Millionen Euro investiert. Das Werk läuft bereits in vollem Testbetrieb, offiziell eröffnet wird im Juni. Und in der Steiermark sind wir gerade dabei, das bestehende Tann-Werk auszubauen und zu modernisieren.

Die Spar investiert heuer 700 Mil­lionen Euro. 25 Neueröffnungen, 80 Modernisierungen. Das Supermarkt 2.0 Konzept wird ständig weiterentwickelt. Mit welchem Ladenbau gehen Sie in den Roll-out?
Das neue Ladenkonzept steht bereits. Es ging zuletzt nur mehr um das Feintuning, vor allem in den Frischebereichen, im Snack-Bereich und bei Brot & Gebäck. Und wir haben das Konzept für Eurospar adaptiert. Jetzt rollen wir sukzessive unser neues Konzept auf alle Spar- und Eurospar-Standorte aus.

Inwiefern unterscheidet sich das neue Eurospar-Layout von einem Supermarkt?
Es gibt im Wesentlichen keine Unterschiede, außer die Flächengröße und natürlich eine tiefere Sortimentsbreite.

Und Non Food II?
Die Gestaltung ist kompakter, aber es ist weiter integraler Bestandteil des Sortiments.

Was ist der Status Quo bei ESL?
Wir haben derzeit fünf Standorte im Test. Gemeinsam mit unserem Partner Umdasch arbeiten wir an den besten Etiketten. Der Weg geht derzeit in Richtung vollfärbiger Etiketten.
Ist der Preisfaktor nach wie vor ein Hemmschuh?
Vergünstigung kommt erst über Multiplikation, das ist klar.

Wo kommt Self-Checkout zum Einsatz?
Wir haben Self-Checkouts an derzeit rund 50 Filial-Standorten im Einsatz. Wir wollen Self-Checkouts vor allem im urbanen Raum weiter ausbauen – sowohl cashless-, als auch kombinierte Bargeld- und Kartenlösungen.

Spar ist gut vertreten mit Klimaschutzmärkten. Sind weitere geplant?
Wir haben in jedem Bundesland einen so genannten Klimaschutzmarkt. Aber das war nur der Anfang. Mittlerweile haben wir für alle neuen Märkte die ÖGNI-Serienzertifizierung. Ein neuer Spar-Supermarkt braucht heutzutage 50 Prozent weniger Energie als ein alter Standort. Mit unseren Partnern, etwa Carrier und Hauser in der Kühlung, arbeiten wir ständig an neuen Lösungen. Wir haben außerdem LED-Beleuchtung bis ins Backoffice im Einsatz und verwenden Wärmerückgewinnung.

Wie läuft Ebergassing?
Wir sind weiter dabei, die Sortimente von St. Pölten nach Ebergassing zu transferieren. Es ist ein hochtechnisches und daher komplexes Lager, jetzt geht es wiederum um das Feintuning.

Danke für das Gespräch.
Verena Widl