Erdal Österreich-­Geschäftsführer Mag. Franz Studener

Erdal-Report

Öko-Hits aus Hallein

  • Neues Duschbad aus Österreich-Produktion
  • Marke Frosch wächst hoch einstellig
  • Umsatzziel Inland 2018: plus vier Prozent

Mitte April in Hallein bei Salzburg. Erdal Österreich-Geschäftsführer Mag. Franz Studener blickt in die Produktionshalle und strahlt. Denn aus der EMAS zertifizierten Produktion laufen seit zwei Wochen die ersten 300 Milliliter Rundflaschen des brandneuen sensitiven Duschgels „Frosch Senses“ vom Band. Der neue mögliche Öko-Hit sichert den Standort, in den über die letzten Jahre sieben Millionen Euro an Investments flossen und der 2017 auf 35 Millionen Gesamtstückanzahl kam, weiter nachhaltig ab.

Wertschöpfungskonzept. „Das ist eine große Chance für unseren Standort hier und eine tolle Entwicklungsmöglichkeit für die Marke Frosch“, so der Top-Manager im REGAL-Gespräch. Mit den neuen Duschgelen, in denen sich mit der Hautschonung auch die Frosch-Kernpositionierung ganz klar wiederfindet, stößt Studener in ein völlig neues Segment vor. Er will mit naturnaher Kosmetik ein echtes Wertschöpfungskonzept für den Handel etablieren. Die Innovation soll dem durch Preis­erosion gekennzeichneten Markt wieder ein Umsatzplus zuschießen. Der Plan ist daher, den Regalpreis um ganze 1,50 Euro anzuheben. Im UVP landen die zwei Sorten Granatapfel und Aloe Vera zwischen 2,50 und 2,70 Euro. Studener: „Wir wollen dennoch eine breitenwirksame Öko-Marke profilieren“. Das Handelsfeedback sei laut Studener jedenfalls gut, die Listungen stimmen. Studener: „Die Herausforderung wird sein, die Sichtbarkeit im bunten Duschgel-Regal zu gewährleisten. Doppelfacings können helfen.“ Zudem unterstützt Erdal den Handel mit attraktiven Kombi-Displays bestehend aus Handseife und Duschgels. Entwickelt wurde die Neuheit zusammen mit der F&E Abteilung des Mutterkonzerns Werner&Mertz in Mainz.

Keine Frage, das Österreich-Team aus Hallein ist am Zug. Der zu Anfang des Jahres gelaunchte TV-Spot brachte zweistellige Umsatzzuwächse. „Wir haben ein tolles erstes Quartal. Für das Gesamtjahr planen wir im Inland ein Plus von vier Prozent. Mit unseren Initiativen ist das durchaus erreichbar.“ Denn das Unternehmen baute vor kurzem rund um den erfolgreichen Frosch Badereiniger Himbeer-Essig, der sich on top setzte, mit einem Himbeer-Essig WC-Reiniger sowie einem Himbeer Spül-Gel weitere Wachstumsbringer auf. Die Listungen bei Rewe, Spar und im DFH stimmen. Auch die erfolgreichen Dekor Handseifen, die ebenfalls aus der Halleiner Produktion kommen, werden mit vier neuen Designs mit gleichem EAN Code aktuell in Szene gesetzt. Die Handseifen haben sich bereits etabliert. Im Wert liegt der Marktanteil zwischen sechs und sieben Prozent, in der Menge bei vier bis fünf Prozent. „Wir fahren hier eine klare Wertschöpfungsstrategie“, so der langjährige Erdal-Manager, der mit der Marke Frosch letztes Jahr ein hohes einstelliges Wachstum verzeichnete und als dampfende Öko-Lokomotive Eigenmarken und den Gesamtmarkt in Richtung Nachhaltigkeit mitzieht.

In der Nachhaltigkeit erklimmt Erdal Stufe um Stufe. So wurden mit der Recyclat-Initiative PP (Polypropylen) auch die Verschlüsse miteinbezogen. Als Ziel 2018 wurde u.a. auch die Umstellung von Bauteilen der Frosch Trigger-Sprühpumpe formuliert. Auch feilt das Unternehmen an der Entwicklung von Druckfarbensystemen, die sich nachhaltig und umweltfreundlich in einen technischen Kreislauf (Recycling-Prozess) einfügen lassen. Ziel sind recyclingfähige, entfernbare Etikettenlösungen. Erfolgreich zeigt sich die Recyclat-Initiative PET. Die transparenten PET-Flaschen enthalten 20 Prozent PET aus dem Gelben Sack. 150 Millionen Flaschen wurden in Verkehr gebracht.

Die Öko Pole Position wurde von Konsumentests eindrucksvoll bestätigt. So erhielt der Frosch Spiritus Glas-Reiniger als Einziger bei der Stiftung Warentest im April die Bestnote „sehr gut“ und gewann somit gegen 18 Wettbewerbsprodukte. Auch in der ZDF-Verbrauchersendung WISO hatte der Glas-Reiniger in der Rubrik „Teuer oder Billig“ den besten Platz belegt. Die Trigger-Produkte wachsen kontinuierlich.

Der Export floriert und hält den Standort oben. Der Anteil beträgt schon 50 Prozent. Studener, der inklusive Österreich 15 Länder über Distributeure betreut: „Wir sind heuer gut gestartet, verzeichnen im ersten Quartal ein Plus von 25 Prozent. Wir konnten mit der Marke Frosch Listungen dazugewinnen.“ Gut laufen die Schweiz, Ungarn, Slowakei, Tschechien. Auch für das Gesamtjahr hat Studener ein zweistelliges Plus im Visier.

Der Marktstart des neuen Öko-Hits für die Dusche ist vorerst in Österreich und in Deutschland. Im Herbst wird über mögliche weitere Varianten entschieden. Und ein verschmitztes Lächeln malt sich auf des Gesicht des Managers.

Robert Falkinger