v.l.n.r.: Spar-Direktor Mag. Alois Huber, Astrid Uher, Birgit Wesely-Uher und ­Bürgermeister Hans Döller

Spar expandiert stark in der Ostregion

Ja, Erfolge in Wien

  • Elf neue Standorte 2018, rund 20 Projekte auf Umbau-Agenda
  • Ladenbaukonzept für Spar Gourmet adaptiert: Roll-out im Laufen

Die Spar baut im Osten ihre Flottenstärke weiter aus. Mit Ende April zählt die Armada 271 Filialstandorte und 167 Tannen-Märkte, die von Kaufleuten geführt werden. Und: Die Ost-Region rund um die Bundeshauptstadt Wien bleibt auch heuer wichtiger Investitions-Hot-Spot. „Wir sind heuer mit der gleichen starken Schlagzahl im Vormarsch wie im letzten Jahr“, erklärt Mag. Alois Huber, Spar-Geschäftsführer für Niederösterreich, Wien und das Nordburgenland. Die Zeichen stehen auf Expansion.

Gelassen sieht der Spar-Direktor deshalb auch den Wegfall von Spar Express-Standorten. „Wir werden auch bei den Tankstellenshops weiter wachsen, wenn vielleicht auf einem etwas kleineren Niveau.“ Zehn Lieferstellen könnte Spar in der Region verlieren, aber: „Wir werden heuer drei Outlets in Melk, Amstetten und Wien Bennoplatz dazubekommen.“

Neue Märkte. Die Spar-Flotte werde unter dem Strich überhaupt stark zulegen. Hinzu kommt eine Phalanx an Neo-Projekten. Elf Neu-Realsierungen sind bereits eingetaktet. Spar-Märkte wird es in der Wiener Wlassakstraße (1130), der Wiener Jägerstraße (1200) sowie Thaliastraße (1160) geben. „Hier ist bereits eine Filiale aufgeschalten, heuer kommt ein weiterer Standort hinzu.“

Standorte in ­Niederösterreich. Auch in Hohenau (Niederöster­reich), Lichtenau (Niederösterreich) und Spitz (Niederösterreich) sind Märkte in der Pipeline. „Wobei es sich bei den beiden letztgenannten um Kaufleute-Standorte handelt.“ Auch in Gols (Burgenland) und Mörbisch (Burgenland) kommen neue von selbstständigen geführte Geschäfte. „In Siegendorf hat die Familie Supper bereits ein Outlet eröffnet, in Horitschon und Reichenau gehen ebenfalls weitere Projekte ans Netz.“

Eurospar Tulln. Darüber hinaus werden heuer rund zehn Prozent der Flotte, insgesamt 33 Projekte angegriffen. „Dabei geht es um das komplette Programm von Kosmetisierungen, Modernisierungen und Erweiterungen bis hin zu Standortverlegungen wie beim Eurospar in Tulln.“

Kaufleute erfolgreich. Der Abschmelzungsprozess wurde stark eingebremst. „Wir gehen davon aus, dass wir bei den Kaufleuten aufgrund von Neueröffnungen um rund 1.300 m2 Verkaufsfläche und durch Standortverlegungen um weitere 2.700 m2 zulegen können.“ Und Huber zeigt sich von seiner Kaufmannsflotte überzeugt: „Wir haben die stärksten Kaufleute. Kaufleute, die die neuesten Konzepte umsetzen und 2017 und 2018 Millionen an Euro in ihre Geschäfte investieren. Die wissen, dass überall, wo Spar draufsteht, auch Spar drinnen sein muss. Die Kaufleute sind und waren im letzten Jahr Spar-weit der Motor.“

50 Gourmets. Doch die Spar Zentrale St. Pölten hat noch weitere Erfolgs-Pfeile im Köcher. Im Besonderen: Die Gourmet-Flotte. 50 Geschäfte sind auf das urbane Konzept der Spar ausgerichtet. Mit Verkaufsflächen von 500 bis 800 Quadratmetern. „Wir haben eine unglaublich dynamische Entwicklung in diesem Bereich und sind mittlerweile der Nahversorger für ‚Foodies’ geworden.“ Der Benefit: Eine unglaubliche Frische-Power. „Wir haben einen um 20 Prozent höheren Food-Anteil als bei in der Größe vergleichbaren Supermärkten.“ Dennoch: Huber setzt auf One-stop-shopping. „Wir werden trotz Lebensmittel-Fokus nicht auf die gewisse Non Food-I-Sortimente verzichten.“

Ein neues Ladenbau-Konzept für Spar Gourmet soll für einen zusätzlichen Schub sorgen. So arbeitet die Tanne künftig bei der Spar Gourmet-Vertriebsschiene mit Aktionstischen bei O&G in Holzoptik. Bei der Feinkost kommt eine neue Vitrine zum Einsatz. Auch die Farbenwelt wurde neu codiert. Auffällig: Zwei Convenience-Türme, die den Snack-Bereich pushen sollen. Insgesamt fünf Märkte (Wien Porzellangasse, Korneuburg, Wien Währingerstraße, Wien Vorlaufstraße, Galleria Wien Landstraße) wurden bereits umgestellt. „Heuer soll zumindest ein weiterer Markt – in der Wiener Liechtensteinstraße – auf das neue Konzept umgestellt werden.“

Spar Gourmet. Die Standortanzahl pendelte sich zuletzt bei stabilen 50 Gourmet-Märkten ein. „Dennoch sehe ich den nächsten Jahren wieder eine stärkere Expansion in dieser Vertriebsschiene.“ Geht es nach Huber, dann könnte die Armada in den nächsten Jahren auf 60 Märkte anwachsen. „Wir haben die eine oder andere Realisierung bereits in der Pipeline.“

Auf Multiplikation steht auch das Stadt-Konzept (Food in the City). „Wir haben am Parkring einen ähnlichen Hochfrequenz-Standort am Netz. Ohne Gastro. Gastro ist aktuell nicht geplant, aber für die Zukunft nicht ausgeschlossen.“ Konkret verfügt der Standort über eine Fläche von 340 m2.

Herbert Schneeweiß, Anna Lena Wagner