Neues im Ladenbau

Am diesjährigen REGAL-Branchentreff war der Supermarkt wieder das Herzstück der Messehalle. Die drei Sponsoren umdasch, Hauser und ledxon machten ihre neuesten Ladenbau-, Kühl- und Lichtlösungen dem Fachpublikum zugänglich.
Die Store Makers von umdasch lieferten dabei die Antwort auf Fragen, mit denen sich derzeit viele Händler beschäftigen: Wie sieht das Omnichannel-Konzept der Zukunft aus? Wie gelingt die optimale Verzahnung von stationärem Ladenbau und digitalen Lösungen?

Interaktive Neuheiten. Der Ladenbau-Experte zeigte ein Bake-Off-Möbel, das modulares Tischprogramm Varitable und eine Display Box. „Am meisten Besucherinteresse zogen Innovationen und interaktive Produkte auf sich“, sagt Gerold Knapitsch, Managing Director & Head of Division Food Retail. Dazu gehörten der Liquid Dispenser, der eShelf Suite oder die VR-Brille. „Mit ihr konnten Retailer einen interaktiven Walk durch einen Supermarkt erleben.“ Die vielbesprochene Customer Journey wird neu geschrieben. „Sie ist das A und O der heutigen Stores“, ist Knapitsch überzeugt.
Mit der Produktneuheit „eShelf Suite“ können ESL-Labels unabhängig vom Hersteller gesteuert werden. Und der Liquid Dispenser ermöglicht es, Gefäße für Flüssigkeiten nachzufüllen und wird dem Trend des verpackungslosen Einkaufens gerecht.

Aufklärung für Digitales. Der aufgebaute Supermarkt zeigte auch eines: Ladenbau heute hat eine neue Aufgabe dazubekommen. Wissensvermittlung. „Digitale Themen benötigen am meisten Aufklärungsarbeit“, so Knapitsch. Dazu gehörte eine Videowall oder ESL.inclusive. Bei letzterer werden elektronische Preisschilder am Regal befestigt, die Stromversorgung erfolgt über den Regalsteher und ein geschlossenes Design.

Stromkosten. Im Food-Sektor entfallen 80 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs auf die Kostenstelle Strom. Ein Viertel des Stromverbrauchs macht die Beleuchtung aus – das zeigen aktuelle Daten des EHI Retail Institutes. Besonders in den letzten Jahren rücken die Lichter des Supermarktes immer mehr selbst ins Rampenlicht. Viele Händler stellen sukzessive auf LED um. Neben Invest in Gebäudetechnik und Kältetechnik ist dies der wichtigste Baustein in Sachen Energieoptimierung. Neue Konzepte sollen die Kosten langfristig reduzieren.

Beleuchtung. Sponsor ledxon präsentierte im REGAL-Supermarkt eines dieser ganzheitlich aufeinander abgestimmten Beleuchtungskonzepte für Kühlgeräte, Regale und Decke. Ins Auge stach dabei die neue Lichtleiste SML. „Sie besticht durch ihr schlankes Design und ihre Effizienz“, sagt Benjamin Garufo, Geschäftsführer Retailbeleuchtung. Dass es sich um LED-Lösungen handelt, ist so selbstverständlich, dass es gar nicht mehr erwähnt wird. Lichtdramaturgie vom Feinsten.

Individualisierung. Für ­Besucher-Interesse sorgten die Stromschienenstrahler TL1. Sie sind in den Speziallichtfarben für Fleisch, Obst und Gemüse sowie in der neuen Weißlichtfarbe „Brilliance“ vorhanden. Die Farbechtheit (Ra > 97) ist hoch, das Farbspektrum breit. „Besonders die Lebensmitteleinzelhändler haben sich für unsere Speziallicht­farben interessiert“, berichtet Garufo.

Kühlung. Im LEH ist die Beleuchtung der Kühlgeräte ein zentrales Thema. Das Licht muss eine Reihe an Funktionen erfüllen. „Energetisch und technisch müssen die Lichtleisten den vorgegebenen Normen und Kühlgerätestandards entsprechen, und vor allem den spezifischen Temperaturbelastungen standhalten.“ Für eine direkte und gleichmäßige Beleuchtung der Ware sorgen bei ledxon speziell entwickelte Linsen. Und damit die Inszenierung perfekt ist, berücksichtigen die Lichtleisten auch die unterschiedlichen Möbelformen.

Gute Resonanz. Die Resonanz der Besucher war überaus positiv. „Wir hatten viele gute Gespräche und freuen uns vor allem auch über die hohe Akzeptanz, auf die unsere Lichtkonzepte sowohl bei Ladenbauern als auch bei den Bauabteilungen von Supermärkten gestoßen sind“, so Garufo zu REGAL.

Trends. Als zukunftsweisendes Top-Thema im Handel benennt der Geschäftsführer Smartlighting. Gemeint sind steuerbare Lichtquellen. „Eine intelligente Abstimmung zwischen Regal, Decke und Kühlmöbel.“ Eine zweite Richtung ist Miniaturisierung. „Unser Ziel ist, dass die Welt im Licht steht, ohne, dass der Konsument das Licht noch sehen kann.“

Die Kühl-Konzepte im Supermarkt zeigte Hauser. Der Komplettanbieter für Kühlmöbel und Kältetechnik überzeugte mit innovativen und designstarken Möbeln. Das Unternehmen stellt die idealen Möbel für den Convenience-Trend bereit. Auf drei Verkaufsebenen bietet die Kühlinsel „Vinia“ Möglichkeiten für Cross-Selling-Maßnahmen, die den Umsatz steigern. Die niedrige Höhe gewährt dem Kunden freie Sicht. „Durch die personalisierte Farbgebung und Gestaltung der Frontdekore kann die Vinia nahtlos in ein bestehendes Marktdesign integriert und mit dem passenden Zubehör abgerundet werden“, sagt Produktmanagerin Sonja de Buhr. Ein Beispiel aus der Praxis ist die Kooperation mit dem Superfood-Drink-Hersteller Friya.

Hoher Warendruck. Ein weiteres Möbel, das steckerfertige Kühlregal „Rebas RB Connect“ für Fleisch und Molkereiprodukte, sorgt für das Optimum hinsichtlich Warenpräsenta­tion und Warenumschlag. „Die Etagen können im Anwendungsfall mit wenigen Handgriffen passend verstellt werden“, so Erwin Langthaler, Director Sales Austria bei Hauser. Das platzsparende Vorkopfdesign erzeugt hohen Warendruck. Außerdem: „Die Nutztiefe, also das Verhältnis von Etagentiefe zu Stellfläche, ist bei diesem Regal einzigartig.“ Der Luftschleier ist auf das jeweilige Wandkühlregal abgestimmt.

Tiefkühlung. Hinter dem klingenden Namen „Mirengo“ verbirgt der ebenfalls steckerfertige Tiefkühlschrank. Die Highlights: Glasdrehtüren mit maximierter Wareneinsicht und Seitenteile mit Panorama-Verglasung. Das Möbel ist in fünf verschiedenen Längen (ein- bis fünftürig), extrahoch sowie mit passendem Kopfmöbel für Gondelaufstellungen erhältlich.

Verena Widl