Adeg-Kaufmann Schmutterer aus Reisenberg

Stoppt den Wildwuchs

  • Umsatz über Index
  • Ein Drittel Aktionsanteil

REGAL: Herr Schmutterer, wie geht es Ihnen mit Ihrem neuesten Adeg-Standort in Reisenberg, nahe des Leithagebirges?
Schmutterer: Wir dürfen uns bisher nicht beklagen. Wir haben eine sehr gute Umsatzsteigerung und sind davon überzeugt, dass das bis Jahresende anhalten wird. Derzeit liegen wir, auch in den beiden anderen Standorten in Trautmannsdorf und Sommerein, weit über dem Index.

Wie sieht Ihr Erfolgsrezept aus?
Ein Hauptaugenmerk unserer Konsumenten liegt auf dem Thema Regionalität. Unsere regionale Palette reicht von Säften über Essig & Öl bis hin zu Honig, Gewürzen, Kürbisspezialitäten, Marmeladen und Saucen. Der Weg ins Geschäft ist kurz, frischer geht es nicht. Ein Beispiel sind Erdbeeren, die gerade Saison haben. Sie werden täglich frisch angeliefert. Die Ware, die wir nicht verkaufen, wird am nächsten Tag retour genommen und weiterverarbeitet.

Wie viele der Waren, die im Einkaufskorb landen, werden mittlerweile in Aktion gekauft?
Ein Drittel unseres Umsatzes wird in Aktion gekauft. Bier ist zum Beispiel ein starker Träger im Preiskampf. Nur wenige kaufen Bier zum regulären Preis.

Nicht nur die Innovationen sprießen aus dem Boden, auch die Geschäfte. Sind Sie vor dem Thema des Overstoring, also zu viel Geschäfte auf zu engem Raum, gefeit?
Nein, leider betrifft uns dieses Thema, so wie alle anderen Kollegen, auch. Die Raumordnungsgesetze werden nicht eingehalten. Die Großen können es sich richten, das tut uns Kleinen oft sehr weh. Unsere Politiker wären aufgefordert, die Gesetze einzuhalten und den Wildwuchs damit etwas einzudämmen. Die Politiker sagen immer, sie schaffen Arbeitsplätze. Sie können jedoch nur Rahmenbedingungen für die Wirtschaft vorgeben, diese schafft die Arbeitsplätze in unserem Land.

Danke für das Gespräch.