Merkur verfügt in Köflach über 1.850 m2 Verkaufsfläche.

Drei neue Parademärkte

Merkur: Pläne

  • Umbauwelle: Eröffnungen in Wolfsberg (Kärnten), Köflach (Steiermark) und Wien
  • Plastikeinwegflaschen-Rück-nahme-Test wird ausgeweitet, auf Marktnischen-Konzept bei Umbauten weitgehend verzichtet
  • Sechs neue Merkur-Märkte für 2018 in der Pipeline

Merkur bläst zur Expansions-Offensive. Denn gleich zwölf Projekte will der grüne Rewe-Riese 2018 realisieren. Merkur-Vorständin Mag. Kerstin Neumayer legte sich schon zu Jahresbeginn fest: „Wir haben sechs Neueröffnungen und sechs Umbau-Projekte auf der Agenda.“

Dabei gehen in der Wiener Triesterstraße (ehemaliges Philipsgebäude), Wien Hauptbahnhof, Gmünd (Niederösterreich), Wieselburg (Nieder­österreich) und St. Veit (Kärnten) neue Standorte ans Netz. Rätselraten gibt es noch um den sechsten Neo-Standort. Hier könnte Rewe aber in Mattersburg (Burgenland) zuschlagen. Die geplante Realisierung in Götzendorf (Niederösterreich) ist heuer kein Thema mehr. Fix: In Gmünd und in St. Veit kommen Kompaktmärkte bis 1.400 m2 zum Einsatz.
Doch auch die Refurbishment-Welle erreicht in den Sommer-Monaten ihren ersten Höhepunkt. So stehen gleich vier Generalsanierungen vor dem Abschluss. Dornbirn (Vorarlberg), Wien Zwerchäckerweg und davor der Doppelschlag im Süden. Dort standen gleich zwei Jumbos vor dem Totalumbau. Märkte, die mehr als zehn Jahre am Markt waren.

85% Friends. „Dementsprechend wollten wir auch besonders Rücksicht auf unsere Stammkunden nehmen. Wir haben hier einen Frends-of-Merkur-Anteil von 85 Prozent“, so Vertriebsdirektor Robert Bittner gegenüber REGAL. Deshalb blieben die wesentlichsten Eckpfeiler des Geschäfts an der gleichen Position.

Das betraf Kundenlauf genauso wie Restaurant, O&G sowie Feinkost-Elemente. Auffällig im Frische-Bereich: Fleisch gibt es nun auch in Köflach in Bedienung. Im Brot- und Backwaren-Bereich wurde die „Weizenfrei-Palette“ erstmals in den Ladenbau integriert. Das SB-Teil erweitert. Dagegen wurde auf das Marktnischen-Konzept verzichtet. „Wir haben es sortimentsmäßig angedeutet, aber wollten die hier bewährte Zeile nicht ersetzen.“ Ein Weg, der auch bei künftigen Umbauten immer wieder seine Realisierung finden wird.

Völlig neu: Merkur setzt erstmals auf eine Plastikeinwegflaschen-Annahme-Einheit. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit unserem Pilot-Versuch in Wiener Neustadt gemacht und werden die Tests jetzt auch vertiefen“, so Bittner. Auch ein Gesamt-Roll-out sei nicht ausgeschlossen. Dabei gehe es einerseits um die Verdichtung des Nachhaltigkeits-Images von Merkur, andererseits um eine stärkere Bindung des Mehrweg-Kunden. Dennoch: Noch gibt es keinen Zusatz-Benefit (Gutschein-System für den Benutzer).

Wolfsberg. Nach umfangreichen Umbauarbeiten wurde auch in der Spanheimerstraße in Wolfsberg der Merkur wiedereröffnet. Auf 2.000 m2 überzeugt er mit sehr viel Frische. „Unsere Märkte und unsere Sortimentsvielfalt stehen für Genuss und Lebensfreunde. Diese Werte machen wir mit dem charmanten Marktdesign auch erlebbar. Zudem werden unsere Kundinnen und Kunden mit einem tollen Service-Angebot verwöhnt und stets individuell durch unsere freundlichen Mitarbeiter beraten“, so Neumayer.

Wien: 45. Merkur. Ein komplett neuer Standort ging in Wien ans Netz. Am „PhilsPlace“ am Wienerberg will der grüne Rewe-Riese auf 1.600 m2 reüssieren. Dabei handelt es sich bereits um den 45. Merkur in Wien.

135 Märkte. Merkur entwickelt wuchtige Zugkraft. 2017 konnte der grüne Rewe-Riese laut eigenen Angaben noch um 1,38 Prozent zulegen. 2018 stehen deutliche Wachstumsraten zu Buche. Im ersten Quartal zeigten die Umsätze um mehr als fünf Prozent hinauf. Insgesamt sind aktuell 135 Märkte am Netz.

Gregor Schuhmayer, Herbert Schneeweiß