Spar stellte einen mächtigen Interspar-Jumbo nach Tata, zwischen Budapest und Györ. REGAL war in Ungarn bei der Groß-Eröffnung mit Aufsichtsrat Erwin Schmuck und einem ungarischen Staatssekretär dabei.

Neuer Interspar in Ungarn

  • Umsatz stieg 2018 auf 1,94 Milliarden Euro
  • Insgesamt werden heuer 80 Millionen Euro investiert
  • Vorzeige-Interspar in Tata am Netz

Kräftiger Schub bei Spar Ungarn. Die Hungaro-Flotte der Tanne erwirtschaftete 2018 einen neuen Rekord-Umsatz von 1,94 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt bedeutet das ein Plus von 9,8 Prozent. Mega-Sprünge, die sich 2019 fortsetzen. Denn: Die Zwei-Milliarden-Euro Marke wird heuer in jedem Fall geknackt. „Wir sind gut unterwegs, haben bisher ein starkes Jahr absolviert“, erklärt Spar-Ungarn Geschäftsführer Zsolt Szalay beim REGAL-Gespräch in Tata.

Expansion. Wichtiger Erfolgshebel dabei: Expansion. Derzeit zählt die ungarische Armada 562 Geschäfte. „Eine Zahl, die alle unsere Vertriebsschienen umfasst.“ 1.000 Standorte schwebten dem ehemaligen Chef Erwin Schmuck vor. Und wirklich: Das Netz wird immer dichter. „Wir werden heuer insgesamt mehr als zehn Geschäfte eröffnen. Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen lassen es nicht zu, eine konkrete Eröffnungszahl zu benennen“, so Szalay weiter. Dennoch: Bis zum Juni 2019 wurden in jedem Fall bereits sieben Tankstellen-Shops und ein Supermarkt ans Netz gebracht. „Insgesamt haben wir für 2019 ein Investitionspaket von 26 Milliarden HUF (Anm.: 80 Millionen Euro) geschnürt.“

Kaufleute. Dabei zeigt sich das massivste Expansionstempo bei den Kaufleuten beziehungsweise Selbständigen. „Mittlerweile verfügen wir über 181 Franchise-Betriebe“, so der Geschäftsführer weiter. Und: „Wir sehen hier noch Potenzial, genauso wie bei Supermärkten.“ Ein besonderer Rücken­wind kommt jedoch von der größten Tannen-Einheit: Interspar.

Tata. In den für die Spar historischen Ort Tata brachte Szalay nun den mittlerweile 34. Interspar-Markt ans Netz. Dort, wo der Aufstieg der Hungaro-Tanne 1991 begann, greift der Geschäftsführer jetzt mit einem weiteren Erfolgsformat an. „Wir haben den einstigen Ur-Spar weiter im Ortszentrum in Betrieb, konnten in Tata mit dem aktuellen Interspar unsere Präsenz weiter ausbauen.“

Interspar. Dabei schlägt die Spar in einem neu konzipierten rund 10.000 m2 großen Nahversorger-Center in Zentrums-Nähe zu. Auf einem aufgelassenen Fußballplatz wurde innerhalb eines Jahres der neueste Markt der Hungaro-Armada aus dem Boden gestampft. „Es ist mit 2.980 m2 das kleinste Geschäft des gesamten Interspar-Netzes und wird auch Vorlage für weitere Multiplikationen sein.“ Denn geht es nach Szalay, dann gehören Geschäfte mit 10.000 oder 12.000 m2 der Geschichte an. „Wir werden viel mehr Möglichkeiten mit Kompaktgrößen rund um 3.000 m2 sehen.“ In Érd glückte der Launch des entsprechenden Pilotmarktes. Dort lag die Verkaufsfläche bereits bei 3.100 m2. „Wir haben das Sortiment nochmals gestrafft und weiter optimiert.“ Mit dem Interspar-to-go-Restaurant und rückwärtigen Flächen bespielt die Tanne aber rund 5.000 m2.

Produkte. 20.000 Artikel werden im neuen Schmuckkästchen präsentiert. „Wir haben insgesamt 4,2 Milliarden HUF (rund 13 Millionen Euro) für diesen Markt bereitgestellt.“
Völlig neu dabei: Eine Dachkonstruktion mit Holzbalken. Geheizt und gekühlt wird mit Wärme-Rückgewinnung. „Das haben wir das erste Mal in unserem Standort in Érd gesehen.“
Weitere Highlights im Markt: Ein neu konzipiertes Regal für die Craft Biere, breite, raumfüllende Feinkost-Theken, sechs Self Checkout-Kassen und eine bewährte Symbiose zwischen emotionalem Frische- und rationalem Trocken- sowie Non Food-Bereich. Ebenfalls wichtiger Baustein: 450 Parkplätze, E-Tankstellen und eine neu errichtete Ampel-Anlage mit Abbiegespur, die das Zentrum in die bestehende Verkehrssituation einbindet.
Weitere Potenziale? „Die gibt es. Wir haben uns für die nächsten Jahre mindestens zwei, drei Interspar-Projekte außerhalb von Budapest vorgenommen.“ Generell dort, wo es Städte mit über 40.000 Einwohnern gibt. Mögliche Chancen gibt es in den Regionen Szeged oder Keskemét.

Herbert Schneeweiß