Unimarkt-GF Dkfm. Andreas Haider und Mag. Robert Knöbl

Quartalszahlen stimmen

Unimarkt hält Kurs

  • 2019 will Unimarkt seinen Umsatz um zwei Prozent pushen
  • Privatisierungswelle geht weiter, mit dem Ende des Jahres sollen 65 Franchise-Betriebe am Netz sein
  • Zehn Millionen Euro werden in die Unimarkt-Gruppe investiert

420 Millionen Euro konnte die Unimarkt-Gruppe im Jahr 2018 verbuchen. „Wir wollen heuer ein Plus von zwei Prozent drauflegen“, erklärt Dkfm. Andreas Haider im REGAL-Gespräch. Die ersten Quartalszahlen stimmen Haider positiv. „Wir haben sehr gute Monate absolviert, im Mai gab es aber eine Delle bei Fleisch, Getränke und Eis. Die Hitze im Juni hilft Unimarkt, da bleiben die Österreicher gerne zu Hause und frequentieren gerne den nächstgelegenen Nahversorger.“

Unimarkt. Stabilität prognostiziert Haider auch bei der Geschäftsanzahl. „Wir sind mit 125 Unimarkt-Standorten in das aktuelle Jahr gegangen und werden am Ende wiederum bei 125 landen.“ Zwei steirische Geschäfte ­wurden geschlossen, im Herbst zwei neue ans Netz genommen. Dazu zündet Unimarkt den Privatisierungs-Turbo. „Wir wollen mit Ende des Geschäftsjahres bei 65 Partner-Betriebe und 60 Eigen-Filialen halten.“

Investition. Insgesamt hat Haider ein Investitionspaket von zehn Millionen Euro geschnürt. „Sechs Millionen fließen davon in die Weiterentwicklung und den Umbau der Unimarkt-Flotte.“ So werden Projekt in Wildon oder Gleisdorf in die Hand genommen. „Bei größeren Umbauten kann der Projekt-Invest bei 500.000 Euro liegen.“

Roll-out. Das größte Vorhaben dabei: Der Roll-out des aktuellen Regionalitäts-Konzepts. „Wir wollen künftig bei jedem Standort 30 m2 für regionale und lokale Artikel bereitstellen.“ Das soll sich auch bei den Anteilen bemerkbar machen. „Ich gehe davon aus, dass wir 2022 mindestens 20 Prozent unseres Umsatzes mit regionalen Paletten machen.“ Derzeit liegt diese Zahl zwischen 17 und 18 Prozent.

Sortimentsüberarbeitung. Eine weitere Strategie betrifft 2019 die Schärfung des Sortiments. „Wir sind aktuell dabei 200 Frische-Artikel einzulisten und dafür im Gegenzug die Non Food-Paletten in der gleichen Anzahl zu reduzieren.“ Hintergrund: „Wir haben nicht die Kosmetik-Kompetenz und wollen dort künftig nur noch Ware für den täglichen Bedarf anbieten.“

Flotten-Anzahl bei Nah&Frisch. Auch die Flotten-Größe der belieferten Nah&Frisch-Standorte bleibt stabil. „Wir halten bei 230 Geschäften, wobei wir weiter einen leichten Abschmelzungsprozess sehen, aber immer wieder auch Standorte dazu bekommen.“ Bestes Beispiel: Oberzeiring. Dort eröffnet ein Nah& Frisch-Markt am aufgelassenen Spar-Standort.

Herbert Schneeweiß