Umfrage. Österreicher sehen ein Greißler-Comeback als Mega-Trend!

Studie: Zukunftstrends

  • Verpackungsfreie Märkte im Trend
  • Technologielastige Märkte nicht gefragt
  • Kunden wollen Kommunikation

Wie wird nun der Einkauf von Produkten des täglichen Bedarfs in Zukunft aussehen? Wenn es nach den Österreichern geht, sind einige Entwicklungen längst überfällig: So ist die Ausgabe von Lebensmittelüberschüssen für soziale Zwecke für zwei Drittel der Befragten eine notwendige Entwicklung. Außerdem wollen sie verpackungsfreie (47,9%), nachhaltige (45,4%) und regionale (36,1%) Produkte konsumieren. Zu diesem Zweck wären für jeden fünften auch Einkaufsgemeinschaften, sogenannte Food Coops, wichtig. Für drei von zehn Befragten stellt das Revival des Greißlers einen überfälligen Schritt dar, knapp 14 Prozent können der Idee von mobilen Greißlern etwas abgewinnen. Auch Innovationen zur Förderung des Bewusstseins, was eigentlich konsumiert wird, beispielsweise durch ein Ampelsystem (23,8%) oder Free from-Shopping (14%), gelten als notwendig.

Produkte online bestellen. Jeder Zehnte wünscht sich außerdem „Click and Collect“, also die Möglichkeit, Produkte online zu bestellen und in Entnahmeboxen abzuholen. Insgesamt halten die Österreicher also Trends in Richtung Nachhaltigkeit, Regionalität sowie bewussten und sozialen Konsum im kleinen Rahmen für besonders wünschenswert.

Realisierung. Die Erwartungshaltung hinsichtlich der realisierten Trends im Jahr 2030 im Lebensmittel- und Drogerieartikel-Handel stimmt in manchen Punkten mit diesen Einschätzungen überein, steht teils aber auch dazu im Widerspruch. Jeweils mehr als acht von zehn Befragten halten personalisierte Einkaufsempfehlungen, z.B. per App, Click and Collect, nachhaltige Supermärkte und das Verteilen von Lebensmittelüberschüssen für realistisch.

Keine Drohnen. Durch die Luft schwirrende Drohnen, die Produkte liefern, Roboter als Einkaufsberater oder ein Supermarkt-Besuch um zwei Uhr morgens – so könnte das Shoppen von Lebensmitteln oder Drogerieartikeln zukünftig einmal aussehen. Die Trends, welche die Österreicher unter insgesamt 20 verschiedenen Zukunftsszenarien besonders ansprechen, spielen sich jedoch in einem weit kleineren Rahmen ab und zielen vor allem auf Einfachheit und das Schonen von Ressourcen ab: Knapp drei Viertel der Befragten stehen dem Trend des Verteilens von Lebensmittelüberschüssen für soziale Zwecke sehr positiv gegenüber.

Kritisch zu Technologien. Wenig bereichernd werden vor allem jene Entwicklungen wahrgenommen, die sehr technologielastig sind und ohne menschliche Interaktion auskommen, beschreibt Marketagent.com Geschäftsführer Thomas Schwabl die Ergebnisse. Dazu gehört der personalfreie Supermarkt, den lediglich 3,3 Prozent als sehr große Bereicherung wahrnehmen.

Gregor Schuhmayer