IN EIGENER SACHE

REGAL-Umfrage: Auswirkungen des Coronavirus auf den LEH

Die Corona-Krise hat maßgebliche Auswirkungen auf den Lebensmitteleinzelhandel. Dennoch zählt in diesen schwierigen Zeiten der LEH zu den Gewinnern.

Um diese zu konkretisieren, hat REGAL eine Umfrage mit 85 Personen durchgeführt. Neben Geschäftsführern, Produzenten, Sales- und Marketingmanagern nahmen Unternehmen aus Lebensmittel- und lebensmittelnahen Branchen teil. Über 40 Prozent der Befragten führen ein Unternehmen mit mehr als 75 Mitarbeitern.

Steigende Verkäufe. Das Geschäft läuft gut. Über die Hälfte der Befragten sagen, dass ihre Umsätze in Zeiten der Corona-Krise im Steigen sind. Diese Erwartungen setzten sich auch in den kommenden Monaten fort. 60 Prozent der befragten Unternehmen schätzen ihre Verkaufserwartungen als gut bis gleichbleibend ein. Über 30 Prozent erwarten schlechte bis sehr schlechte zukünftige Verkaufsumsätze und nur drei Prozent glauben, dass sich die Kaufkraft sehr gut entwickeln wird.


Innovationen. Unternehmen rücken nicht von ihren Innovationsplänen ab, sondern ziehen ihr Geschäft durch. Einige fokussieren auf ihre Hauptumsatzbringer, bei denen sie die Versorgung mit Rohstoffen und die Produktion sicherstellen müssen. Nur neun Prozent der Unternehmen forcieren in Zukunft Produkt-Innovationen und fünf Prozent werden die Innovationen stoppen. Der Handel ist mit Versorgungsthemen beschäftigt, wodurch Innovationen derzeit nur schwer zu platzieren sind.

Exportmärkte. Die Situation in Österreich ist schwierig, jedoch deutlich besser als in den Exportmärkten der österreichischen Hersteller. Im Vergleich zu anderen Ländern beurteilen mehr als 75 Prozent der Unternehmen die derzeitige Absatz-Situation am österreichischen Markt mit gleich bis viel besser. Nur 18 Prozent finden die Situation viel schlechter bis schlechter.

Lieferfähigkeit. Eine Liefersicherheit gewährleisten 60 Prozent der befragten Unternehmen. Für 20 Prozent der Teilnehmenden sind unsichere Lieferungen absehbar und bei genauso vielen ist die Situation noch nicht einschätzbar. Die größten Unsicherheiten der Lieferfähigkeiten im LEH werden in Richtung Personal festgemacht, gefolgt von Rohstoffen und Distribution. Mit etwas Abstand werden Engpässe bei Ersatzteilen, Betriebsmitteln und Maschinen prognostiziert.


Business as usual. Die Lage ist aktuell noch nicht einzuschätzen, doch es herrscht Optimismus vor. Knappe 40 Prozent denken an eine reguläre Unternehmenstätigkeit in zwei bis vier Monaten. Über 35 Prozent schätzen einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten als realistisch ein. Knapp 20 Prozent glauben, dass die Rückkehr der Normalität nach der Krise länger als acht Monate dauern wird.

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