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INDUSTRIE

Die Wiedereröffnung: Aussichten für die Gastronomie

Seit in Kraft treten der Ausgangsbeschränkungen Mitte März, so hat Regio Plan ermittelt, hat die Gastronomie in Österreich einen Umsatzverlust von 3,8 Milliarden Euro erlitten. 63 Prozent entfallen auf die Ausgaben der Touristen.

Die Wiederöffnung der Gastronomiebetriebe brachte nur geringe Erleichterung: Der tägliche Umsatzverlust kann österreichweit in den nächsten Wochen mit etwa 52 Millionen Euro/Tag prognostiziert werden (gegenüber etwa 67 Millionen Euro unmittelbar vor der Wiedereröffnung). Die Versorgungsgastronomie, so schätzt Regio Plan ein, ist am wenigsten betroffen und wird schnell wieder auf ein akzeptables Niveau ansteigen. Die Erlebnisgastronomie und Hotelgastronomie hingegen sind massiv betroffen. Gastronomiebetriebe arbeiten oft mit wenig Eigenkapital und sind daher störungsempfindlich. Ein längerfristiger Umsatzentgang oder -ausfall kann eine Insolvenz unvermeidlich machen. Und obwohl die spezifischen Ausgaben der Einwohner und Touristen für die Gastronomie Jahr für Jahr (zumindest bisher) deutlich höher steigen als die Inflationsrate und somit der Gesamtmarkt größer wird, muss mit einer massiv steigenden Anzahl an Insolvenzen im Gastronomiebereich gerechnet werden. Am stärksten werden Restaurants und Cafés mit schlechteren bzw. nicht mehr aktuellen Betriebstypen an schlechteren Standorten sein. Das ist somit eine Fortsetzung des bereits seit Jahren bestehenden Trends – Corona hat dabei allerdings einen beschleunigenden Effekt.

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