HANDEL

Corona-Zuschüsse: Umsatzersatz für Handel gestaffelt

Zusätzlich zum Fixkostenzuschuss I gibt es nun eine zweite Auflage und die Möglichkeit auf einen Umsatzersatz für betroffene Unternehmen.

Umsatzersatz. Anspruch haben Unternehmen, die aufgrund des Lockdowns von behördlichen Einschränkungen betroffen und auch in einer direkt von den mit der Covid-19-Notmaßnahmenverordnung verordneten Einschränkungen betroffenen Branche tätig sind.
Für Handelsunternehmen hängt die Höhe des Ersatzes von der Verderblichkeit und Saisonalität der Ware, der Umsatz/Ertrag-Relation und der Wahrscheinlichkeit von Nachziehkäufen ab. Die Branche wird gestaffelt: 20, 40 und 60-prozentiger Umsatzersatz. So wird etwa dem EH für Bücher, Textilien, Spielwaren oder Körperpflegemittel 40 Prozent des Umsatzes zum Vergleichszeitraum 2019 ersetzt. 60 Prozent erhalten unter anderem Bekleidungs-, Schuhe und Lederwaren-, bzw. Blumengeschäfte. Der Handel für Kommunikationselektronik, Haushaltsgeräte und Möbel steigt mit einem Fünftel aus. Dienstleistungsunternehmen, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, erhalten 80 Prozent. Der Antrag muss bis spätestens 15. Dezember über FinanzOnline gestellt werden.
Als Obergrenze gilt der Maximalbetrag von 800.000 Euro. Bereits ausbezahlte Förderungen – etwa aus dem Härtefallfonds, Fixkostenzuschuss I sowie Haftungen für Kredite, schmälern den Ersatz nicht. Auch allenfalls erwirtschaftete Umsätze durch Zustellung bzw. Online-Verkauf und Kurzarbeit werden nicht gegengerechnet.

Fixkostenzuschuss II. Der Fixkostenzuschuss II berechnet sich linear (bei z.B. 35 Prozent Umsatzausfall Erstattung von 35 Prozent der Fixkosten) anstatt in Stufen wie bei FKZ I (z.B. bei 40 Prozent Ausfall 25 Prozent Ersatz). Der Zuschuss wird schon ab 30 statt 40 Prozent Umsatzausfall gewährt (bis 100 Prozent). Eine Kombination mit dem Lockdown-Umsatzersatz ist möglich, allerdings darf der Fixkostenzuschuss nicht für jene Monate beantragt werden, in denen ein allfälliger Umsatzersatz gewährt wurde.

Erweiterung. Die Definition der Fixkosten wird um AfA, fiktive Abschreibungen für bewegliche Wirtschaftsgüter und frustrierte Aufwendungen ergänzt. Personalaufwendungen, die für den Erhalt des Mindestbetriebes notwendig sind, können angesetzt werden. Leasingraten werden zur Gänze übernommen. Betriebe unter 120.000 Euro Vorjahresumsatz haben eine Möglichkeit auf Pauschalierung. Auch die Höhe des Fixkostenzuschuss II beträgt maximal 800.000 Euro.

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