DAS MAGAZIN ZUM INNOVATION DAY VON INN OVA TIONA1. Aus Verantwortung für Ihr Business. Ein Klick und Ihr Business steht still. A1 Business Security Essentials ab € 5,90 pro Monat Kostenlose Beratung 12 Monate Vertragsbindung, danach Verlängerung um jeweils weitere 12 Monate. E-Mail Security setzt Microsoft 365 oder Google Workspace voraus (ist nicht Teil des Angebots). Details auf A1.net/security A1.net/securityfragen stehen hoch auf unserer Agenda. Und nicht zu vergessen: der sich ständig intensivierende Wettbewerb in der Banken- und Versicherungsbranche. Wir leben in einem internationalen, ja globa- len Markt. Und die Entwicklungen beschleunigen sich ständig, neue Herausforderungen kommen ge- fühlt im Wochentakt auf uns zu. Und wie kommt nun das „Neue“, die „Innovation“ ins Land, in unsere Verantwortungsbereiche? Durch ständiges Lernen, Beobachten, Verändern, Ausprobieren, Verwer- fen und besser machen. Von wem lernt man am meisten? Von den Besten! Mit ForumF, dem „Innova- tion Day“ und mit diesem Magazin wollen wir dazu einen Beitrag leis- ten. Indem wir laufend informieren, Neues zeigen, Sie auf dem Lau- fenden halten und Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung geben. Wir freuen uns sehr, Sie begleiten und unterstützen zu dürfen. Wir verstehen uns als Infor- mationsplattform für die über 100.000 Beschäftigten der Finanz- branche und deren angeschlosse- nen, verbundenen Unternehmen. Für Entscheidungsträger, Inter- essierte und alle, die die Entwick- lung der Branche mitverfolgen, mitgestalten und dabei mitreden möchten. Damit „Innovation“ unser stän- diger Begleiter und Partner bleibt! Stichwort Innovation baucht das Land. Innovation braucht unsere Branche. Dazu benötigt es Offenheit, Veränderungswillen, entsprechende Unterstützung und Austausch auf der Höhe der Zeit. Peter Neubauer Herausgeber COMPASSF H aben Sie heute schon be- wusst an das Thema „Innova- tion“ gedacht? Nein? Dann liegt es vielleicht daran, dass dieses so wichtige Thema allgemein in die Rubrik „selbstverständlich“ oder „schon erledigt“ oder „ist für ande- re wichtig“ fällt? Oder es liegt möglicherweise daran, dass es ein selbstverständ- liches, jedoch auch komplexes, vernetztes Thema ist, dem wir di- rekt und indirekt stets verpflichtet sind, ja, sein müssen? Also ein ge- wisses „Grundrauschen“ unserer Branche ist. Denn, wie heißt es so schön?: stehenbleiben und Still- stand ist Rückschritt. Es wurde schon oft gesagt, und täglich wird es bestätigt: die Veränderungen, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf uns zukommen werden größer sein, als jene der letzten zwanzig, dreißig oder gar vierzig Jahre. Dabei dürfen wir nicht nur an das „new normal“ der ständigen „Krisen“, wie Pandemie, Klima- wandel oder kriegerische Aus- einandersetzungen und das unsi- chere politische Umfeld denken. Sind nicht gerade wir in Öster- reich ein lebendiger Beweis für gemeisterten Wandel?: sei es die Erfolgs story des Wiederaufbaus oder der Beitritt zur Europäischen Union. Wir sind gefordert durch ein sich inhärent veränderndes Um- feld: Technologie, Kundenverhal- ten, Regulatorik und Sicherheits- „Veränderungen, der nächsten fünf Jahre werden größer sein, als jene der letzten zwanzig. “ 301-202503 Brief des Herausgebers Peter Neubauer 06 OeNB-Gouverneur Mag. Martin Kocher über die Standhaftigkeit des österreichischen Finanzsystems 10 Exklusive Gallup Studie: Wie Innovationen wahrgenommen werden? 14 Fiskalratspräsident Dr. Christoph Badelt: Budgetkonsolidierung wird steinig 16 Visa und die Zukunft des Bezahlens 18 Inside ForumF und CompassF: Geschäftsführer Mag. Roland Pirker und Herausgeber Peter Neubauer im Gespräch INHALT 01-2025 16 © DRAGAN DOK Stefanie Ahammer, Country Managerin Visa Österreich 401-2025Dr. Christoph Badelt, Präsidenten des Fiskalrats im CopassF-Gespräch IMPRESSUM Verantwortlich REGAL Verlagsgesellschaft m.b.H., Floridsdorfer Hauptstraße 1, 1210 Wien Geschäftsführung Mag. Roland Pirker Eigentümer und Gründer Peter Neubauer Chefredakteur Mag. Herbert Schneeweiß, MAS Redaktion Ariane Duwe, BA Magdalena Kranabitl, MA Katharina Nachbaur, BA Mag. Verena Schneeweiß Marketing & Sales Mag. Franz Kahrer Mag. Adi Kornfeld, MBA Stv. Geschäftsführung und Marketingleitung Mag. Angelika Wessely angelika.wessely@forumf.at Anzeigenleitung Mag. Stefanie Dähmlow, MAS stefanie.daehmlow@forumf.at Office Management Roswitha Käthner roswitha.kaethner@forumf.at T +43 1 368 13 11 forumf / compassf erreichbarkeit redaktion@forumf.at marketing@forumf.at Artdirektion Johannes Berner – grafik joh-berner Grafik Hilde Renner Website Philipp Schmoetten – Bureau Cooper Druckerei Berger, Horn Erscheinungsort Wien Firmenbuchnummer FN 123613 i, Handelsgericht Wien UID-NR. ATU37847808 BLATTLINIE CompassF ist ein Informations service für die Finanz und Versicherungswirtschaft mit Fokus auf Innovation, Digitalisierung und Employer Branding. NACHHALTIGKEIT 20 Die grüne Trans formation 22 Nachhaltigkeit ist fest in der DNA der Öster- reichischen Hagelversicherung verankert. PRODUCTS & SERVICES 24 Innovation, Neuheiten und Fintech-Start-ups 26 Wüstenrot Bank: Von der Bausparkasse zur Allianz-Plattform 28 A1 Business Öko system für die Finanzwirtschaft 30 Cornèr Bank und Innovationen im Kreditkartengeschäft KRYPTO 32 Bitpanda: Die Brücke zwischen Banken und der digitalen Finanzwirtschaft HR & EMPLOYER BRANDING 34 Gemeinsames Narrativ als Erfolgs- faktor von Employer Branding 36 Mavie: Der Unter- nehmenserfolg beginnt bei gesunden Mitarbeiter:innen CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY 38 Die Bedeutung der CSR in der Finanzwirtschaft 40 Die zweite Chance Über Banken, die Perspektiven bieten IT & DIGITALISIERUNG 42 Die Finanzbranche im digitalen Wandel 44 Euronet: Innovation folgt der Kunden- anforderung 46 FINcredible: Digitalisierung schafft Sicherheit 47 Vidone: Innovation im Kundenservice COMMUNICATION & STRATEGIC BRANDING 48 Brand-Trust: Ohne Vertrauen keine Marke 50 Kommentar: Innovation beginnt im Dialog 14 © LISI NIESNER 501-2025Wie sich Österreichs Finanzsystem vor globalen Schocks, Liquiditätsrisiken und Vertrauensverlust rüstet Dr. Martin Kocher © EVELYN LYNAM 6 | 01-2025CompassF-Interview mit Dr. Martin Kocher, Gouverneur der Österreichischen National- bank (OeNB) HERBERT SCHNEEWEIẞ CompassF: Welche systemischen Risiken bedrohen aus Ihrer Sicht die Stabilität des österreichischen Finanzsystems in den nächs- ten zehn Jahren? Kocher: Das österreichische Finanzsystem ist aus meiner Sicht sehr gut aufgestellt. Natürlich gibt es aber auch Risiken, die insbesondere von internatio- naler Seite auf das Finanzsystem einwirken können, wie: anhaltende geopolitische Spannungen mit Handelsfragmentierung, Zins- und Refinanzierungs- risiken bei hoch verschuldeten Sektoren, Immobi- lienpreiskorrekturen, sowie Klima- und Cyberrisiken, die mit Digitalisierung und KI zunehmen. Präventiv setzen wir auf einen klaren makroprudenziellen Rahmen, gezielte Kapitalpuffer, regelmäßige, szenariobasierte Stresstests, sowie enges Monito- ring von Zins-, Liquiditäts- und Konzentrationsrisi- ken. Gemeinsam mit der FMA und den europäi- schen Institutionen sind wir immer auf alle möglichen Szenarien vorbereitet. Wie anfällig ist das österreichische Finanzsys- tem für globale Schocks? Österreich ist als kleine, offene Volkswirtschaft grundsätzlich eher sensibel für globale Schocks im Bereich von Exportnachfrage, Energiepreisen und Finanzmärkten. Das Bankensystem ist heute jedoch deutlich widerstandsfähiger als früher. Im Inland dämpfen mikro- und makroprudenzielle Regeln, eine gute Liquiditäts- und Kapitalausstattung, eine solide Einlagenbasis und der funktionsfähige Zahlungsverkehr die Ansteckungseffekte. Ist der österreichische Finanzmarkt ausrei- chend gegen Liquiditätsrisiken und externe Erschütterungen im Fonds- und Versicherungs- sektor geschützt? Der österreichische Finanzmarkt ist insgesamt solide aufgestellt. Die Eigenmittelquoten der Banken sind hoch, die Liquiditätspuffer gut, auch im Fonds- und Versicherungssektor bestehen robuste regula- torische Vorgaben, die eingehalten werden. Den- noch bleibt Wachsamkeit geboten - insbesondere, weil sich Risiken im internationalen Umfeld rasch übertragen können. Die OeNB beobachtet die Entwicklungen sehr genau und arbeitet eng mit der FMA und europäischen Partnerinstitutionen zusam- men, um mögliche negative Effekte frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Wie kann die OeNB das Vertrauen der Bevölke- rung in die Stabilität des Euro langfristig sichern - insbesondere nach Jahren mit teils stark schwankender Inflation? Vertrauen in eine stabile Währung baut sich durch datenbasierte und nachvollziehbare Entscheidun- gen, Transparenz und klare Kommunikation auf. Die OeNB leistet dazu ihren Beitrag, indem sie die gemeinsame Geldpolitik des Eurosystems mitge- staltet, sachlich erklärt und damit Entscheidungen nachvollziehbar macht. Wichtig ist auch, die Ursa- chen von Inflation offen zu benennen und diese rasch zu bekämpfen. Generell bleibt die Preisstabili- tät das oberste Ziel der OeNB und des Eurosystems. Dass die Inflation im Euroraum mittlerweile wieder nahe dem Zwei-Prozent-Ziel liegt, zeigt: unsere Geldpolitik wirkt. Dieses konsequente, ruhige Handeln ist die Grundlage dafür, dass Menschen dem Euro langfristig vertrauen können. © EVELYN LYNAM 01-2025 | 7Wie schaut Ihr kurzfristiges Repertoire der Preisstabilisierung in Österreich aus ? Die Geldpolitik wirkt immer auf Eurosystem-Ebene. Wir als OeNB tragen zu den Entscheidungen im Rahmen des EZB-Rats bei und sichern national, dass ihre Wirkung in Österreich verstanden und unterstützt wird. Neben der Geldpolitik sind aber auch gezielte nationale Maßnahmen wichtig, etwa um den Wettbewerb zu stärken. Preisstabilität entsteht durch ein Zusammenspiel von stabiler Geldpolitik, vernünftiger Wirtschaftspolitik und glaubwürdiger Kommunikation. Welche Verantwortung trägt eine Zentralbank wie die OeNB für den Übergang zu einer klima- neutralen Wirtschaft? Die OeNB ist sich ihrer gesellschaftlichen Verant- wortung bewusst, Klimarisiken in ihren Aufgaben zu berücksichtigen. Klimawandel kann Finanzstabilität, Preisentwicklung und langfristiges Wachstum beeinflussen und damit auch die Geldpolitik. Deshalb müssen auch diese Entwicklungen in Analysen und Entscheidungen berücksichtigt werden. Wichtig ist dabei die Balance: Wir müssen uns primär auf die Erfüllung unseres Mandats konzentrieren und gleichzeitig auch sicherstellen, dass auch im Finanzsektor der Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft bestmöglich gelingt. Wie wird sich die Rolle der OeNB verändern, wenn digitale Zentralbankwährungen (wie der digitale Euro) eingeführt werden? Mit dem digitalen Euro wird sich die Rolle der OeNB womöglich etwas erweitern, aber nicht grundlegend verändern. Wir bleiben Hüterin der Preisstabilität und Garantin eines sicheren, vertrauenswürdigen Zahlungssystems – nur dass dieses System künftig dann auch eine zusätzliche digitale Komponente haben würde. Davor braucht es aber noch die politischen Entscheidungen im EU-Ministerrat und im EU-Parlament. Wichtig ist: Der digitale Euro wird nur eine Ergänzung zum Bargeld sein – gebühren- frei, sicher und europaweit nutzbar. Ziel ist es, die © EVELYN LYNAM „ Die OeNB ist sich ihrer gesell- schaftlichen Verantwortung bewusst, Klimarisiken in ihren Aufgaben zu berücksichtigen.“ 8 | 01-2025Vorteile der Digitalisierung für mehr Souveränität zu nutzen, ohne die Stabilität und das Vertrauen zu gefährden, die den Euro seit seiner Einführung auszeichnen. Welche Risiken gehen aus Ihrer Sicht von Krypto-Assets und dezentralen Finanzsystemen für die Finanzstabilität aus? Krypto-Assets und dezentrale Finanzsysteme bringen Chancen für Innovation, bergen aber auch Risiken. In Europa haben wir mit MiCAR und DORA einen regulatorischen Rahmen, um diese Risiken zu adressieren, ohne Innovation abzuwürgen. Wie bewerten Sie das wachsende Risiko durch nicht-bankliche Finanzintermediäre - und was kann die OeNB dagegen tun? Der Bereich der nicht-banklichen Finanzintermediä- re wächst seit Jahren schneller als der Bankensek- tor. Das erhöht die Bedeutung, aber auch das Risiko für das gesamte Finanzsystem. Die OeNB arbeitet deshalb eng mit der FMA, der EZB und internationa- len Gremien wie dem FSB zusammen, um bessere Daten, gezielte Stresstests und einheitliche Regeln zu schaffen. Unser Ziel ist ein Level Playing Field, bei dem gleiche Risiken auch gleich beaufsichtigt werden. Vielen Dank für das Gespräch. © EVELYN LYNAM 01-2025 | 9Next >