Geschäftsführer Dkfm. Andreas Haider

Unimarkt: Die neuen Pläne. 230 Nah&Frisch Standorte

Unimarkt bleibt am Ball

  • Unimarkt-Gruppe wächst 2019 um rund zwei Prozent
  • Investpaket für 2020: Zehn Millionen Euro

420 Millionen Euro erwirtschaftete die Unimarkt-Gruppe im abgelaufenen Jahr. 2019 wird diese Marke übersprungen. „Wir sollten zwei Prozent drauflegen können“, erklärt Geschäftsführer Dkfm. Andreas Haider im REGAL-Gespräch. Dabei zog das Geschäft vor allem in der zweiten Jahreshälfte an. Oktober, November und auch die ersten Zahlen des Dezembers stimmen den Chef der ehemaligen Pfeiffer-Flotte positiv.

Push mit Payback. Dazu habe auch die Zusammenarbeit mit Payback für Rückenwind gesorgt. „Ich denke, dass wir ohne der neuen Kundenkarte im November weniger gut performt hätten.“ Die Payback-Durchdringung sei nämlich über den Erwartungen. „Wir liegen bei manchen Standorten bereits bei 54 Prozent, insgesamt kommen wir auf 32 Prozent.“ Das Ziel für 2020: „Knapp jeder zweite Kunde soll künftig die Karte nutzen. Wir gehen davon aus, dass wir bei einer Durchdringung von 40 Prozent zum Liegen kommen.“ Unimarkt profitiere durch die bei dm oder Fressnapf gut eingeführte Karte.
Das Datenmaterial zu den abgewickelten Verkäufen fließe bereits: „Wir haben uns ein Jahr Zeit genommen, damit wir diese Informationen auch entsprechend bewerten und auch umfangreicher nutzen werden.“

Zehn Millionen Euro investiert Unimarkt jährlich in seine Flotte. „Eine Zahl, die auch 2020 wieder eingesetzt wird.“ Dennoch: Große Expansionsschübe plane Haider nicht. „Wir wollen bei Unimarkt jährlich ein bis zwei neue Standorte aufschalten.“ Ein Programm, das auch für das nächste Jahr feststeht. „Es fehlt uns bei beiden Projekten aber noch die finale Unterschrift.“

Zuletzt ging in Eggendorf bei Graz ein neuer Markt mit 600 m2 Verkaufsfläche ans Netz. „Wir haben aber auch vier Transfers von Filiale Richtung Kaufleute umgesetzt.“ Darüber hinaus gab es in Adnet bei Salzburg einen Wechsel von Nah&Frisch in Richtung des Supermarkt-Formats Unimarkt. Dementsprechend werden per Februar 63 Filialen und 62 Franchise-Partner angeschlossen sein. „Die Parität ist nahezu erreicht, wobei wir für die nächsten zwölf Monate zehn weitere Privatisierungen eingetaktet haben.“

Nah&Frisch. Einen größeren Abschmelzungsprozess gibt es bei den Kaufleuten mit kleineren Verkaufsflächen. „Unsere Nah& Frisch-Selbstständigen sind mit 230 Standorten stabil. Bei den sonstigen Lieferstellen fallen weiter fünf bis zehn Standorte per anno weg.“ Derzeit beliefert die Gruppe neben 125 Unimarkt-Outlets insgesamt 386 Lieferstellen (inklusive Nah&Frisch).
Eine Absage erteilt Haider der Markant. „Wir werden die Bio-Eigenmarke der Markant nicht einführen, da war bei Markant wohl der Wunsch Vater des Gedanken. Eine Billig-Schiene macht in diesem Bereich keinen Sinn. Wir gehen einen völlig anderen Weg Richtung klimaneutraler Eigenmarke.“

Dazu wird der regionale Weg konsequent weiter beschritten. „Wir wollen bereits 2022 einen Umsatzanteil von 30 Prozent aus entsprechenden Paletten erzielen. Derzeit liegen wir bei knapp über 20 Prozent“, so Haider. Mittlerweile ist der Roll-out des 30 m2 großen Marktplatz-Konzepts in allen 125 Standorten abgeschlossen.

Herbert Schneeweiß