SPAR-Präsident Dr. Gerhard Drexel (4.v.re.) im Kreise der zucker-raus-initiative: Prof. Dr. med. Markus Metka (Präsident der Österreichischen Anti-Aging-Gesellschaft), Dr. Wolfgang Goldenitsch (Geschäftsführer Mona Naturprodukte), Mag. Gerhard Schilling (Geschäftsführer Almdudler), a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, PhD (Präsident der Österreichischen Ärztekammer), Mag.a Birgit Aichinger (Geschäftsführerin Vöslauer), Prim. Univ.-Prof. Dir. Dr. Friedrich Hoppichler (Vorstand des vorsorgemedizinischen Instituts Sipcan), Lisa Patek, MSc (Marketingleitung Marketagent), Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Datz (Leiter der Arbeitsgruppe für Ernährung und Stoffwechsel der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie), Assoz.-Prof.in Priv.-Doz.in Dr.in Susanne Kaser (Präsidentin Österreichische Diabetes Gesellschaft), v.li.n.re.

6.700 Tonnen Zucker von zucker-raus-initiative-Partnern eingespart

Spar reduziert weiter Zucker

Spar Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel reduzierte seit 2017 sukzessive rund 1.000 Tonnen Zucker in den Spar-Eigenprodukten. 41 Prozent macht der Handelsmarkenanteil der Tanne aus.

Jeder zweite Österreicher gilt als übergewichtig. 25 Gramm Zucker pro Tag werden von der WHO empfohlen. Im Durchschnitt nimmt ein Österreicher täglich 91 Gramm Zucker zu sich. Grund genug für Spar Vorstandsvorsitzenden Dr. Gerhard Drexel das süße Gift in den Spar-Produkten zu reduzieren. Mit der 2017 ins Leben gerufenen „Allianz gegen zu viel Zucker“ gehen Spar, Hersteller und Ärzte gegen die gesundheitlichen Risiken durch übermäßigen Zuckerkonsum vor.

300 Produkte. Insbesondere die Rezepturen der Spar-Eigenmarken, die mittlerweile einen Umsatz-Anteil von 41 Prozent betragen, wurden überarbeitet. Knapp 300 Produkte kommen seit 2017 mit weniger Süße aus. „Wir haben unser Ziel, bis Ende 2020 rund 1.000 Tonnen einzusparen, schon elf Monate vorher erreicht,“ verkündet Spar-Präsident Drexel am Zuckergipfel. Das neue Ziel bis 2021 lautet daher: 2.000 Tonnen Einsparung.

Getränke, Milch, Jogurt und Cerealien. Laut Meinungsumfrage wünschen sich die Österreicher in den Kategorien Getränke, Molkereiprodukte und Cerealien zuckerreduzierte Artikel. Bei Spar wurden 43 Prozent der 1.000 Tonnen Zucker bei Getränken eingespart. „Bei Süßwaren hingegen wissen die Konsumenten, dass ein wesentlicher Anteil aus Zucker besteht, da brauchen sie keine Hilfestellung.“

Ein wesentlicher Schritt in der Initiative ist nicht nur das Reduzieren der Süße, sondern auch, diesen nicht durch künstliche Süßstoffe zu ersetzen. „In England hat die Zuckersteuer dazu geführt, dass Hersteller den Zuckergehalt verringert, dafür aber Süßstoffe verwendet haben“, klärt Drexel auf. Nutri-Score und Lebensmittelampeln sind auch keine idealen Kennzeichnungen für den Spar-Präsidenten. „Das ist eine zu starke Vereinfachung des Themas, wir setzen auf eine detaillierte Zutatenliste und Nährstofftabelle.“

Produzenten. Neben Spar sind auch heimische Industriegrößen wie Vöslauer, Almdudler und Mona an Bord. „Zusammen mit den 38 zucker-raus-initiative-Partnern haben wir 6.700 Tonnen Zucker aus unseren Produkten entnommen.“ Der Gesundheitstrend ist in Österreich angekommen. „Bei großen, internationalen Marken ist die Bewusstseinsbildung schwieriger“, betont Drexel.

Ein Beispiel ist Almdudler. Der Getränke-Produzent reduzierte 20 Prozent Zucker im Almdudleroriginal. Neue Produkte kommen mit 30 Prozent weniger auf den Markt.

Anna Lena Wagner