Billa Vorständin Elke Wilgmann und Vorstandssprecher Robert Nagele

35 Märkte bis Ende 2020 sollen über 1.000m² haben, Buwog-Billa (Wien 1) im Mai als Highlight

Billa setzt auf größere Flächen

  • Billa plant heuer 30 neue Standorte
  • Die Netto-Expansion soll 15 Märkte betragen
  • Weiterer Fokus auf Mega-Geschäfte

Billa geht mit neuem Schwung in das Jahr 2020. „Wir setzen weiter auf Expansion“, erklärt Billa-Vorstandssprecher Robert Nagele im REGAL-Gespräch. 30 neue Standorte will die gelb-rote Supermarktkette heuer aus dem Boden stampfen. „Die Netto-Expansion soll wie geplant rund 15 Geschäfte betragen“, so Nagele weiter. Dabei freut sich der Chef von Rewes Supermarkt-Format über einige Eröffnungen ganz besonders. „Im Mai bringen wir einen Markt mit rund 800 m2 in der neuen Buwog-Zentrale ans Netz. Das ist sicher ein Highlight.“ Der Standort liegt im Erdgeschoß des Neubaus in der Rathausstraße und soll die Gegend dort in der Nahversorgung unterstützen.

Größere Flächen. Dabei sieht Nagele weiterhin großes Potenzial auch bei Billa-Filialen mit großen Verkaufsflächen. „Wir wollen Ende 2020 rund 35 Standorte über 1.000 Quadratmeter haben.“ Sämtliche Groß-Billa Märkte performen derzeit „sehr gut“. Besonders zufrieden zeigt sich der Billa-Vorstandssprecher mit dem zuletzt eröffneten Standort in Frauenkirchen. „Dort steigt Umsatz und Frequenz.“

Zwei bis drei Prozent über Scan&Go. Dazu geht Billa weiter den Weg Richtung Scan&Go-Filialen. Drei Test-Märkte sind mittlerweile aufgeschaltet. „Rein technisch ist eine Implementierung in allen Billa-Filialen möglich.“ Dennoch sieht Nagele vor allem im urbanen Raum weitere Multiplikations­möglichkeiten. „Wir müssen erst die letzten Ergebnisse abwarten.“ Beim Premieren-Standort im Bürocluster Euro Plaza in Wien Meidling sind die Zahlen gut. „Mittlerweile laufen dort zwei bis drei Prozent des Umsatzes über Scan&Go“, so Nagele. 2.000 Kunden am Tag nutzen die neue Möglichkeit. Künftig könnte die neue Einkaufs- und Zahl­mög­lich­keit bei „Self-Check­out-Filialen“ zum Einsatz kommen. „Das könnte durch­aus miteinander korrelieren.“ Ein starkes Wachstum sieht Nagele zudem im Bereich Eigenmarken. „Unsere Billa-Linie ist mittlerweile auf 500 Produkte angestiegen.“ Die Performance aller Rewe-Ranges sei „sehr erfreulich“ gewesen.

Report Wohlbefinden. Marketingseitig gibt Billa künftig einen Report über das Wohlbefinden der Österreicher heraus. Dabei stellten sich als positive Antreiber Freizeit mit 63 Prozent und 67 Prozent körperliche Fitness heraus. Für 55 Prozent der Befragten ist Einkaufen eine angenehme Alltagsbeschäftigung, 58 Prozent kochen gerne. „Wir sehen in unserer Positionierung in Richtung Kulinarik bestätigt“, so Nagele.

Herbert Schneeweiß