Im 330 Quadratmeter großen Markt von Franz Ripper in Salzburg laufen die Vorbereitungen auf die Weihnachts­saison bereits auf Hochtouren.

Christmas-Hit: Bauernkekse und exotisches Obst

  • 7.000 verschiedene ­Produkte
  • Beliebtestes Produkt: Schoko Nikolaus
  • Vorjahr: 130 Kilogramm regionale Kekse verkauft

Ende Februar wird die größte Bestellung für die Festsaison abgegeben. „Im Juni sind dann die Bestellungen größtenteils abgeschlossen. Dann gibt es schon bald Lebkuchen zu kaufen“, so Spar-Kaufmann Franz Ripper aus Maishofen. Seine 16 Mitarbeiter helfen ihm jährlich beim Umdekorieren des Marktes. Dabei gibt es kein besonderes Muster: „Jedes Jahr steht die Ware wo anders. Ich verlasse mich da auf mein Gefühl.“ Heuer werden ein Schlitten und ein Weihnachtsbaum zur Deko gehören.

Am 24. Dezember wird Ripper seinen Markt bis 13 Uhr geöffnet haben. „Den meisten Umsatz machen wir normalerweise am Tag vor Weihnachten“, erklärt der Spar-Kaufmann und ergänzt: „Aber eigentlich verteilt es sich gut über die Saison. Als ich den Markt 2011 übernommen habe, gab es noch viele Non-Food Produkte. Diesen Bereich haben wir reduziert und unseren Fokus auf Lebensmittel gelegt, damit wir hier den Kunden ein tolles Sortiment bieten können.“

Das liebste Produkt der Kunden sind zur Weihnachtszeit die klassischen Schoko Nikolause. Aber den wichtigsten Teil des Geschäftes stellt für den Kaufmann die Feinkosttheke dar. „Frische, selbstgemachte Ware ist bei mir der Verkaufsschlager“, so Ripper. Die Theke macht fast ein Drittel des Umsatzes im gesamten Markt aus. Auch zur Weihnachtszeit werden regionale Produkte von Bauern im Umkreis angeboten: „Ich beziehe Kekse von einer Bäuerin, danach fragen mich die Kunden schon im Sommer.“ Vor wenigen Jahren waren es noch 40 Kilogramm, die verkauft werden konnten. Letztes Jahr setzte der Kaufmann bereits 130 Kilogramm ab.

Feinkost-Pakete für die Festtage sind der Hit. Dabei geht der Kaufmann ganz auf die Wünsche der Kunden ein: „Ich richte mich zu 100 Prozent nach meinen Kunden. Geht nicht, gibt’s nicht!“ Die starke Kundenorientierung wird auch bei der Brotauswahl bemerkbar: „Ich beziehe mein Brot aus fünf verschiedenen Bäckereien. Die Kunden haben unterschiedliche Wünsche und ich liefere wie gewohnt ab.“

Auch außerhalb der Weihnachtszeit ist die Feinkostabteilung von Kaufmann Ripper sehr beliebt: „Die 3000 Einwohner Gemeinde hat ca. 1200 Arbeitsplätze im Umkreis und die wollen von uns beliefert werden.“ Außerdem befinden sich in unmittelbarer Nähe zwei Schulen und ein Kindergarten. „Daher steht das Jausen Geschäft bei uns hoch im Kurs. Wenn wir Kaspressknödel machen riecht man das schon im Umkreis und die Kunden freuen sich“, so der Kaufmann. Pro Woche kann der Spar Markt davon bis zu 200 Stück an den Kunden bringen.

7000 verschiedene Artikel finden sich auf der Verkaufsfläche des Spar Marktes. „Neben den klassischen Produkten freuen sich die Maishofner auch immer über Neuheiten. Da muss ich schon am Ball bleiben, ich informiere mich sehr viel über Innovationen“, erklärt der Kaufmann. „Ein weiteres Highlight in unserem Markt stellt die Obst und Gemüse Abteilung dar.“ Beim Spar Markt Ripper sind laufend die aktuellen Saisonprodukte und internationale Spezialitäten im Regal: „Zu Weihnachten holen wir den Süden zu uns in den Markt, dann finden die Kunden in der Obst- und Gemüse Abteilung ein großes Exotensortiment.“

Kaufmann zu sein ist eine sehr erfüllende Tätigkeit für Franz Ripper: „Auf die Wünsche der Kunden einzugehen und das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, ist das schönste. Die meisten Kunden fragen bei einer Bestellung gar nicht, was es kosten wird.“ Ripper führt seinen Erfolg auf seine Mitarbeiter zurück: „ohne die wären wir nicht so erfolgreich“. Und auf seine Frau Roswitha, die ihn tagtäglich unterstützt. Ein weiteres Erfolgs­rezept des Kaufmannes sind die laufenden Aktivitäten in der Gemeinde: „Man kennt mein Gesicht, das ist wichtig in einem so kleinen Ort. Ich engagiere mich in einigen Vereinen.“

Lisa Weber