Sieben Maximarkt Standorte punkten mit Lokalität, Frische und Sortenvielfalt

Maximal regional

Der Mann hinter Maximarkt ist Thomas Schrenk.
Regionalität liegt in den Genen des Geschäftsführers.
Der Beweis: 2.400 lokale Produkte und 600 regionale Lieferanten.

2020 ist für Maximarkt Ge­schäftsführer Thomas Schrenk trotz Pandemie gut verlaufen: „Wir liegen über Plan. Corona hat uns Umsatz aber auch viele Kosten beschert.“ Was er genau damit meint: Gratismasken, Plexiglasscheiben, Desinfektionsspender und Personalaufstockung. Doch der Regionalitäts-König in Oberösterreich bemerkte einen Ansturm auf sein lokales Sortiment und den Non Food-Sektor. „Stand-up-Paddels, Räder, Griller und unsere regionalen Spezialitäten waren während Corona der Renner, da viele Kunden ihren Urlaub zuhause verbracht haben.“ Inzwischen ist wieder Normalität eingekehrt, aber die Neukunden sind geblieben.

Sieben Märkte. 2018 wurde der Maximarkt Ried einem Total-Umbau unterzogen. Ein Invest von 26 Millionen Euro floss in den Standort. Resultat: Regionalität von Architektur bis Frische. Convenience von den Parkplätzen in der Tiefgarage bis zum Sushi im Frische-Bereich. Neue, offene Konzepte im Non Food-Bereich und transparente Bedientheken bei Wurst, Käse, Fisch und Brot. „Wir zerlegen das Fleisch fachmännisch in den Zerlegeräumen hinter der Theke, unsere Bäcker produzieren das Gebäck in Handarbeit vom Mehl weg, heimische Fische werden im eigenen Räucherofen zubereitet und das alles vor den ­Augen des Kunden direkt am Standort“, so Schrenk im REGAL-Gespräch.

One-stop-shopping. Der Trend hat zugenommen. Die Kunden wollen, auch bedingt durch die Krise, nur einen Weg beim Einkaufen einschlagen. Und bei Maximarkt ist das auf Grund der Sortimentsvielfalt möglich. Das Non Food-Sortiment wurde beim Neubau 2018 zwar gestrafft, aber von Küche bis zum Kühlschrank über Spiel und Garten ist alles unter einem Dach zu finden.

Lokal nicht regional. 2.400 regionale Produkte von rund 600 Produzenten führt Maximarkt. „Wir haben unterschiedliche Produkte in jedem Markt. Denn bei uns finden die Kunden lokale und nicht nur regionale Produkte.“ Ein Trend, der geblieben ist, als Maximarkt vor 50 Jahren aus der RWA gegründet wurde, war der Auftrag bäuerliche regionale Produkte zu vermarkten. Ein Herzensprodukt des Geschäftsführers im Rieder Markt sind die Maximarkt Innviertler Knödel. Sie sind nicht nur in der hauseigenen Knödelküche zu kaufen, sondern auch in der TK-Abteilung erhältlich. „Mit lokalen Rohstoffen werden die Knödel im Markt produziert und im Restaurant und im Markt verkauft.“

55.000 Artikel. In Ried führt Schrenk auf 5.000 m2 neben den vielen regionalen Produkten auch die Eigenmarken aus dem Spar-Sortiment. Beliefert wird Maximarkt einerseits von den Spar-Zentralen in Marchtrenk und Wörgl und andererseits von vielen lokalen und regionalen Produzenten. „Maximarkt ist eine eigene Marke, hat seine eigene Sortimentsgestaltung und sein eigenes Flugblatt.“ Das ist auch im Markt bemerkbar, einige Innovationen erinnern an die Mutter Interspar: „Zum Beispiel wurde das Gewürzregal übernommen und die Erfahrungen bei Non Food genutzt.“ Bei der Bio-Eigenmarke Spar NaturPur bemerkt der Geschäftsführer starken Zuwachs.

Expansion. Weitere Maximärkte sind aktuell nicht in Planung – „aber sag’ niemals nie“, so Schrenk. In den nächsten fünf Jahren steht eine Totalrenovierung der Märkte in Linz und Haid auf der Agenda. Über eine Million zahlende Kunden frequentieren im Durchschnitt einen Maximarkt pro Jahr. Und die kommen vor allem wegen den Mitarbeitern. 1.300 Angestellte sind hinter den Theken, im Markt oder im Lager für die Kunden da. Und das im stylischen Mitarbeitergewand vom Austro-Unternehmen Harryson. „Mit viel Denim und unkonventionell haben wir den Schritt gewagt und ziehen den Regionalitäts-Trend auch am Mitarbeiter selbst durch.“

Anna Lena Wagner