© Interspar/Christof Lackner

Neues Flaggschiff der Spar

Interspar: Groß-Eröffnung in Lienz

  • 4.350 Quadratmeter Fläche
  • Neuheiten: Frischmilch Station, Bio-Waschmittel- und Getreide-Abfüllstationen

Am Fuße des Großglockners, umringt vom Nationalpark Hohe Tauern, eröffnet Spar seinen umsatzstärksten Standort auf 4.350 Quadratmeter wieder. Interspar-Chef Mag. Markus Kaser ließ als vorletztes Projekt, bevor er 2021 in den Spar-Vorstand aufsteigt, 25 Millionen Euro in den ­Hypermarkt in Nußdorf-Debant fließen. Ein Benchmark-Hypermarkt, ein Vorreiter: „Wir wollen die Innovationen in diesem Markt auf alle weiteren ausrollen. In Slowenien, Kroatien, Ungarn und in Italien sollen diese Sortimentsneuheiten adaptiert werden“, verrät Kaser bei der Eröffnung gegenüber REGAL.

50 Jahre Nußdorf-Debant. Als Erweiterung eines Fachmarktzentrums am Ortsbeginn der 3.500-Einwohner-Stadt Nußdorf-Debant und an der Peripherie der größten Stadt Osttirols, Lienz, öffnete Interspar nach fünf Monaten Total-Umbau seine Tore wieder. ­Neben einem Fachmarktzentrum mit Hervis, Libro, Deichmann und Depot entstand der größte Interspar in Österreich. Kaser: „In Nußdorf hatten wir den Baugrund für einen 4.350m² großen Markt. In der Regel haben wir 2.500 bis 3.500m². Aber Innovationen brauchen Platz.“ Die Neugestaltung stammt aus der Feder des Tiroler Architekturbüros Berchtold Talmazan Architekten. Ins Auge stechen das geschwungene Dach und die große Glasfassade. Der offene und luftdurchflute Raum spielt mit natürlichen Elementen wie Holz, Stein und Glas.

Ladenbau. Innen setzt Interspar nicht nur auf moderne Ladenbauhighlights, sondern auch auf alt-bewährte Firmen: Zumtobel für Beleuchtung, Carrier für Kühlung, Umdasch für Regalsysteme, Kluckner und store-concept in puncto Sonderbauten, sowie Huber für Werbebeleuchtung waren als Professionisten beteiligt. Bei der Leergutrückgabe setzte Interspar auf die Technologie von Tomra. „Zwei T9 Maschinen, ausgestattet mit der Tomra FlowTechnology, erlauben eine extrem schnelle und sichere Rücknahme, ermöglicht durch 360° Erkennung mit sechs redundanten Kameras die das zurückzugebene Gebinde mit einer Datenrate von 1000 MB/s filmen“, erklärt Andreas Kellner, Tomra Sales Manager Austria. Damit sind diese Automaten für Pfand vorbereitet. „Die Automaten starten in der Cloud, dabei senden sie einen regelmäßigen „Herzschlag“, so können wir die Verfügbarkeit des Leergutautomaten noch weiter erhöhen und Analysedaten stehen zur möglichen Weiterverarbeitung zur Verfügung.“

Abfüllstationen. Auf der großen Verkaufsfläche wurden Sortiments- und Ladenbau-Innovationen umgesetzt. Neben dem Männer- und Naturkosmetik-Regal in der DFH-Abteilung, flexiblen Regalen in der Spiel- und ­Büro-Warenwelt wurden im Sinne der Nachhaltigkeit und Plastikvermeidung Abfüllstationen eingesetzt. „Wir haben hier alles an Innovationen implementiert, was in Österreich und Europa gerade im Trend liegt“, so Kaser. Die Abfüllstationen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Markt. Ob die frische Bio-Heumilch von Familie Hauser gleich am Eingang, das Bio-Eigenmarken- Waschmittel oder die Abfüllstation für Cerealien, Hülsenfrüchte und Nudeln – der Nachhaltigkeits-Trend wurde umgesetzt.

Lokal und regional. Erstmals wurden auch eigene Regalmeter für lokale Produkte aus Osttirol frei gemacht. „Hier haben wir den Platz und die Produzenten, um das umzusetzen. Das ist uns leider sonst nicht möglich.“ Am Standort sind 330 Artikel von 32 Osttiroler Produzenten erhältlich und werden von Geschäftsleiter Ernst Ebenberger im „Von dahoam das Beste!“-Regal platziert. Von den Osttiroler Bauernschlipfkrapfen aus Anras über den goldenen Honig von der Imkerei Stocker aus Dölsach bis hin zu herrlichem Kaffee aus der Rösterei Mocafe. Kulinarisches Highlight ist außerdem die neue Interspar-Market Kitchen: In einer offenen Küche werden warme und kalte Gerichte zum Mitnehmen direkt vor den Augen der Kunden im Markt zubereitet. „Die Market Kitchen kombiniert Feinkost mit frisch gekochten Mahlzeiten.“

Neben Regionalitäts- Schmankerln strotzt der Markt auch vor Frischeprodukten. Von einer Frische-Insel mit integrierter Marktküche, zu Brot, Fleisch und Käse in Bedienung hin zu eigener Sushi-Theke.

Warenwelten. Die Lebensräume sind im neuem Hypermarkt übersichtlich nach Themen platziert und beschriftet. „Bei uns findet man die Hardware und die Software.“ Was Kaser damit meint: Im Interspar finden die Konsumenten Backutensilien und die frischen Lebensmittel dazu. Außerdem bietet Kaser mit drei Online-Shops ein digitales Einkaufserlebnis, das vor allem während Corona genutzt wurde.

1970 eröffnete am Ortsanfang von Nußdorf-Debant ein Konsum-Geschäft. 1995 wurde der Standort von Spar gekauft und zu einem Interspar umgebaut, die Modernisierung wurde 2002 vorgenommen. 18 Jahre später konnte, trotz Corona, pünktlich ein neuer Hypermarkt eröffnen. Neben einem Interspar-Restaurant haben auch noch fünf weitere Stores Einzug gefunden: Ernsting’s family, Frisör Klier, Damenmodeshop Flash, ein Geschenkeshop und eine Trafik. Bürgermeister Ing. Andreas Pfurner freut sich über die Benefits für die Marktgemeinde und die Region: „Mit dem neuen Interspar-Einkaufszentrum erfährt Nußdorf-Debant definitiv eine Aufwertung als Einkaufsstandort. Unser Einzugsgebiet reicht über die Grenzen Osttirols hinaus, bis nach Kärnten und zu unseren Südtiroler Nachbarn. Speziell die Warenwelten, von den Elektrogeräten bis hin zu den Spielwaren, sind ein echter Bonus für die Bevölkerung. Interspar ist nicht nur Vollversorger, sondern mit 150 Arbeitsplätzen auch wichtiger Arbeitgeber in Nußdorf-Debant.“

Erstmals Sonntag geöffnet. In dem komplett erneuerten Interspar-Restaurant mit Kaffeebar und Sonnenterrasse werden von früh bis spät abwechslungsreiche Speisen ­angeboten: reichhaltiges Frühstücksbuffet, Früchtebar, Mittagsmenüs, italienische Pasta und österreichische Klassiker. Zusätzlich punktet Interspar mit einem Partyservice. „Eine Neuheit ist die Sonntags-Öffnung im Restaurant. Wir bieten den Konsumenten erstmalig in der Interspar-Gastro einen Sonntags-Brunch“, freut sich Kaser.

Anna Lena Wagner