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© REGAL/Lisa Weber

Wirbel um Sonntagsöffnung

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Bauherr Richard Lugner fordert erneut: Am Sonntag soll offen bleiben. Das Weihnachtsgeschäft solle nach dem Lockdown dadurch wieder angekurbelt werden.

„Das wünsche ich mir ja schon seit langem", erklärt Lugner im REGAL-Gespräch. Diesmal ziele er aber nur auf die direkten Sonntage vor Weihnachten ab. Die regulär, nach dem Lockdown, geöffneten Tage erscheinen dem Bauherren nicht genug. „Das reicht für die Leute nicht. Dann kaufen sie eben bei Amazon und all diesen Freunden ein. Da gehen die Steuern an uns vorbei. Das ist nicht der Weg.“

Die Politik solle, laut Lugner, einmal über den eigenen Schatten springen und die Sonntagsöffnung für den 19. Dezember gewähren. „Früher gab es auch den goldenen Sonntag vor Weihnachten und den silbernen Sonntag davor“, so Lugner und schlägt vor, diese Sonder-Einkaufstage auch künftig wieder einzuführen.

ACSP. Auch die Interessensvertretung ACSP (Austrian Council of Shopping Places) unterstützt die Lugner City bei dem Vorschlag, am Sonntag den 19. Dezember bundesweit zu öffnen: „Der Lockdown zu Beginn der Black Week ist ein weiterer tiefer Schlag für den stationären Handel und wird weitere Kaufkraft ins Internet und hier insbesondere zu den großen Playern abfließen lassen. Der stationäre Handel, der normalerweise schon mit deutlich schlechteren Rahmenbedingungen ausgestattet ist, muss nun völlig kampflos dem E-Commerce das Feld überlassen." Amazon und Co. würden ohnehin durch ihre „24/7“ Öffungszeiten den Großteil der Umsätze abschöpfen. Betont wird, dass dies auf freiwilliger Basis – sowohl von Mitarbeitern als auch Betreibern – vonstattengehen muss.

Fördermodell. Die Interessensvertretung geht noch einen Schritt weiter und schlägt ein „transparentes, nachvollziehbares und rasch umsetzbares Kosten-Ersatz-Modell für Lockdown-Phasen vor, das in ähnlicher Form bereits im Frühjahr 2020 in der Tschechischen Republik erfolgreich eingesetzt wurde." Der Staat leistete an die Bestandgeber 50 Prozent der Mieten bzw. Pachten, wenn der Bestandnehmer nachweist, 25 Prozent der Miete/Pacht bezahlt zu haben. Auf die restlichen 25 Prozent sollten die Immobilieneigentümer dann verzichten.


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