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Zittern um Weihnachtsgeschäft

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Ab heute gilt erneut ein österreichweiter harter Lockdown für alle. Wieder einmal schlechte Nachrichten für den stationären Non-Food-Einzelhandel in der umsatzstärksten Zeit des Jahres.

Der LEH muss nun erneut die Krise stemmen. Dabei hörte man aus üblich gut informierten Kreisen, dass das Problem mit zu wenigen Tests den Handel belastet hat. Das One-Stop-Shopping sowie das vierte Quartal, das oft auch als Feinkost-Quartal bezeichnet wird, könnte Supermärkte etwas begünstigen. Unterdessen wurden am Samstag einige Einkäufe vorgezogen. Um zehn bis 15 Prozent hat der Mehrumsatz betragen, wenn gleich sich Nebenlagen teilweise schwer getan haben. Im Salzburger Europark wiederum herrschte eine gute Kundenfrequenz, aber kein Megaansturm.

Euphorie sei im Handel nicht angesagt, weil nun geschlossen werden muss, meint Handels-Obmann Rainer Trefelik. Hohe Ausfälle berechnete auch Univ.-Prof. Dr. Christoph Teller von der Kepler Uni Linz. „Schon mit dem seit Anfang letzter Woche geltenden Lockdown für Ungeimpfte müssen Handelsunternehmen mit Umsatzverlusten in der Höhe von 30 Millionen Euro pro Tag kämpfen. Mit dem harten Lockdown steigen die Verluste auf bis zu 140 Millionen Euro täglich“, so Trefelik. Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten sind für Händler in unterschiedlichsten Segmenten keine Seltenheit. 

Welche Auswirkungen Lockdown Nummer fünf auf die Weihnachtsausgaben schlussendlich haben wird, hängt nicht zuletzt von der Dauer der Geschäftsschließungen ab. „Der Lockdown bedeutet für den Handel vor allem eines – die Situation wird noch angespannter. Jetzt gilt es rasch zu handeln und unbürokratisch zu helfen. Wir befinden uns in der gleichen Situation wie im Winter 2020. Der Zeitpunkt ist jetzt endgültig gekommen, die staatlichen Hilfen analog zum Vorjahr wieder einzuführen“, fordert Branchensprecher Trefelik die Politik auf. Ähnlich argumentiert Handelsverbands-GF Rainer Will, denn die laufenden Kosten wie Personal und Mieten blieben bestehen. Es ginge um rasche Hilfen, auch um den Härtefallfonds und Verlustersatz.


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