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Erster automatisierter Coop-Markt in Strakonitz (Tschechien)
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Coop öffnet 24/7

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Coop ist in Tschechien der Lokalmatador. Die Organisation vereint 46 Konsumgenossenschaften, die rund 2.500 Märkte betreiben. 13.000 Mitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. 2021 steigerten die Coop-Märkte den Umsatz um sieben Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro.

Nun geht Coop in die Offensive. Einkaufen 24/7 die Woche, Zutritt mit Bank-ID, heißt der neueste Vorstoß. Coop eröffnete den ersten automatisierten Supermarkt in Strakonitz (Tschechien). Eine zweite Neueröffnung, mit der selben Technik und größerer Verkaufsfläche, folgt in den kommenden Monaten in der südböhmischen Stadt Český Krumlov (Krummau).

Der neu eröffnete Supermarkt in Strakonitz wurde totalsaniert. Nach Ladenschluss kann der Markt nur via Bank-ID betreten werden, es gibt zumeist keine Mitarbeiter mehr. Folglich wird ein QR-Code generiert, der den Zutritt ermöglicht. Bezahlt wird an Selbstbedienungskassen, direkt mit der App oder per Bankkarte. Der gesamte Markt ist Videoüberwacht. Zugute kommt Coop ein liberales Öffnungszeitengesetz, welches relativ wenig Einschränkung bietet: Lediglich an sieben vorgegebenen Feiertagen müssen Geschäfte mit über 200 Quadratmetern Verkaufsfläche schließen.

Industrie: Handelsbeziehungen zwischen Tschechien und Österreich weiter vertiefen

„Die engen und guten Beziehungen zwischen Tschechien und Österreich bilden das stabile Fundament für die ausgezeichnete wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder. Gerade für die Industrie ist unser Nachbar ein bedeutender Investitionsstandort und Handelspartner. Daher ist der regelmäßige Austausch mit Politik und Wirtschaft aus anderen Staaten für die Industriellenvereinigung ein besonderes Anliegen, um gemeinsame Interessen abzustimmen und mögliche Herausforderungen zu bewältigen“, erklärte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, gestern, Mittwoch, anlässlich seines Besuchs in Prag.

Bei den Gesprächen mit Politik und Wirtschaft, u.a. mit Industrie- und Handelsminister Jozef Síkela, standen die politischen und ökonomischen Auswirkungen der Invasion Russlands in der Ukraine im Fokus. Österreich und seine Industrie bekennen sich klar zu den beschlossenen EU-Sanktionen, allerdings soll laut Knill der Tschechien-Besuch auch dazu dienen, für die IV-Position sowie jene der Bundesregierung zu werben. Diese spricht sich klar gegen ein Gas-Embargo aus. Ebenso wie Österreich hat auch Tschechien eine ähnlich hohe Abhängigkeit von russischem Gas. „Wir müssen unsere gemeinsamen Interessen stärker bündeln und mitteleuropäische Allianzen bilden, um uns so besser Gehör verschaffen zu können“, erklärt Knill, der in diesem Zusammenhang auch Auswirkungen auf den internationalen Handel thematisiert, etwa die Lebensmittelversorgung in Afrika.

Während des Treffens mit Verkehrsminister Martin Kupka wurde u.a. der Ausbau der Infrastruktur bzw. das Schließen noch offener Lücken zwischen den beiden Ländern besprochen. Insbesondere mit Blick auf die Autobahnen zwischen Prag und Linz sowie Brünn und Wien gebe es noch Handlungsbedarf. Neben Diskussionen über die Bewältigung der Energiekrise sowie den in beiden Ländern geplanten Maßnahmen für die Umsetzung der Energie- und Klimawende ist auch das europäische Recovery Programm „NextGenerationEU“ von besonderem Interesse.

Die Fakten – Wirtschaftsbeziehungen zwischen Tschechien und Österreich:

· Der Warenhandel hat 2021 nach dem Coronajahr 2020 wieder deutlich an Fahrt aufgenommen: Die österreichischen Warenexporte nach Tschechien stiegen um 18,5 Prozent auf sechs Milliarden Euro, während die tschechischen Warenexporte nach Österreich um 29,2 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro zulegten

· Österreichs Unternehmen sind wichtiger Investor in Tschechien: Der Bestand österreichischer Direktinvestitionen beträgt 14,2 Milliarden Euro, umgekehrt sind tschechische Betriebe in Österreich mit 0,9 Milliarden Euro investiert. Nach Deutschland der zweitwichtigste Investitionsstandort

· Tschechien ist für Österreich die acht-wichtigste Warenexportdestination. Innerhalb der EU ist Tschechien der fünft-wichtigste Exportpartner

· Die wesentlichsten österreichischen und tschechischen Export- und Importwaren sind Maschinenbauerzeugnisse, Fahrzeuge und Metallwaren

· Rund 1.800 österreichische Firmen unterhalten Niederlassungen in Tschechien, sicherten 2019 (letztaktuelle Zahlen) rund 97.000 Arbeitsplätze


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