Unternehmensinsolvenzen: Anstieg setzt sich fort

Laut aktueller KSV1870 Hochrechnung mussten im ersten Halbjahr 2025 in Österreich 3.500 Unternehmen (+ 6,1 %) Insolvenz anmelden. Das entspricht durchschnittlich 19 Firmenpleiten pro Tag.

Der Handel, die Bauwirtschaft und der Sektor Gastronomie/Beherbergung verzeichnen weiterhin die meisten Fälle – sie sind für knapp die Hälfte aller Unternehmensinsolvenzen verantwortlich. Trotz mehr Insolvenzfällen sind im ersten Halbjahr 2025 die vorläufigen Passiva* um fast 57 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro gesunken. Geschuldet ist diese Entwicklung vor allem einer deutlich niedrigeren Anzahl an Großinsolvenzen mit Passiva von jeweils über 500 Mio. Euro. Weiters sind 10.500 Arbeitnehmer (- 20,5 %) und 20.000 Gläubiger (- 23,4 %) von einer Insolvenz betroffen.

Die insgesamt eher schwache Wirtschaftsleistung lässt aus heutiger Sicht keine wesentliche Entspannung der aktuellen Insolvenzentwicklung in naher Zukunft erwarten. Der KSV1870 hält daher an seiner Prognose fest und geht davon aus, dass in Österreich am Ende des laufenden Jahres mit rund 7.000 Unternehmensinsolvenzen bilanziert werden muss.

*) Die Passiva für das Jahr 1. Halbjahr 2025 sind vorläufige Werte und beziehen sich auf den Stichtag der Hochrechnung, den 10.06.2025. Im Zuge der fortlaufenden Insolvenzverfahren werden sich diese Passiva noch verändern.

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