Tierwohl in der Milchproduktion: AMA zieht Bilanz
Nach Einführung des AMA-Gütesiegel-Moduls „Tierhaltung plus“ im Jahr 2024 ziehen AMA-Marketing und Milchwirtschaft zum Weltmilchtag am 1. Juni Bilanz: Mehr Bewegungsfreiheit für Milchkühe steht dabei ebenso im Fokus wie zusätzliche Anforderungen bei Tiergesundheit, Kontrollen und Fütterung. Mittlerweile setzen bereits 81,5 Prozent der konventionellen Milchviehbetriebe auf das Modul.
„Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel „Tierhaltung plus“ ist für Konsumentinnen und Konsumenten heute direkt im Milchregal auf 90 Prozent aller österreichischen konventionellen Milchpackungen und Milchprodukten sichtbar. Wer zu Milch, Käse oder Joghurt mit dem „Tierhaltung plus“-Siegel greift, kann sich sicher sein, sich höhere Standards in den Einkaufswagen zu legen – von verbesserter Tierhaltung, Tiergesundheit und Fütterung bis zu unabhängigen Kontrollen. So kommt mehr Transparenz ins Regal“, erklärt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Anforderungen. Die Betriebe müssen ihren Kühen zur Erfüllung der Richtlinie mindestens 120 Tage im Jahr Bewegung auf der Weide, auf der Alm oder im Stall ermöglichen. Viele Betriebe gehen bereits deutlich darüber hinaus: Milchviehbetriebe in Kombinationshaltung kommen mit ihren Kühen auf durchschnittlich rund 176 Tage Bewegungsfreiheit pro Jahr. 84 Prozent dieser Betriebe treiben ihre Tiere zusätzlich auf die Weide oder auf die Alm. Zum Modul gehören auch verpflichtende Scheuer- und Kratzbürsten, die den Kuhkomfort verbessern und von den Tieren intensiv genutzt werden. Darüber hinaus nehmen viele Betriebe bereits am erweiterten Tiergesundheitsmonitoring des TGD teil. Verwendet werden dürfen ausschließlich Futtermittel ohne Palmöl, Palmkernöl oder daraus hergestellte Fette.
