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Hintergrundinformationen

Joghurtbecher im Vergleich

Das heurige Jahr steht unter dem Motto Circular Packaging, also dem Prinzip des Kreislaufgedankens. Verpackungen sollen so gestaltet und produziert werden, dass ein Großteil der eingesetzten Rohstoffe als Sekundärrohstoffe zurückgewonnen oder die Verpackungen wiederverwendet werden können. Für jede Ausgabe von REGAL werden mehrere Verpackungen aus einer bestimmten Produktgruppe hinsichtlich Carbon-Footprint und Recyclingfähigkeit mithilfe des Tools Packaging Cockpit von Circular Analytics TK GmbH bewertet. Den Auftakt bildet das Produktsortiment der Joghurtbecher mit einem Füllgeweicht von 500g.

Verglichen wurden im Handel erhältliche Polypropylen und Polystyrol-Becher mit Aluminiumplatine, kartongestützte PP-Becher mit Aluminiumplatine und PET-Stülpdeckel sowie Einweg-Glasbehälter mit Metalldeckel (insgesamt 12 Stück).

Die Polypropylen-Becher mit Aluminiumplatine erzielten das beste Gesamtergebnis. Die hervorragende technische Recyclingfähigkeit von 100% ist darauf zurückzuführen, dass die Becher aus PP und die Aluminiumplatine vollständig rezykliert werden können. Auch beim Carbon-Footprint schnitt der PP-Becher mit Aluminiumplatine mit 48g CO₂ Äquivalent pro Verpackung innerhalb der getesteten Produktgruppe am besten ab. Zu beachten ist jedoch, dass zur richtigen Sortierung die Aluminiumplatine vom Konsumenten vollständig vom PP-Becher abgetrennt werden muss.

Für die Berechnung des Carbon-Footprints der kartongestützten PP-Becher wurde die Annahme getroffen, dass der Konsument die Kartonummantelung zuvor nicht vom Joghurtbecher abtrennt. Wird der Karton jedoch zuvor vom Kunststoffbecher abgetrennt, kann damit sowohl die Recyclingfähigkeit als auch der Carbon-Footprint signifikant verbessert werden.