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Fischverpackungen im Vergleich

In diesem Monat richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf Verpackungen von Fischprodukten. Im Speziellem werden fünf unterschiedliche Verpackungen von Räucherfischen miteinander verglichen. Alle Verpackungen sind ähnlich aufgebaut. Sie bestehen aus einer Folie oder Tray aus PE mit unterschiedlichen Barriereschichten aus PET oder PA.  Den sichtbaren Unterschied der Verpackungen machen aber die zusätzlichen Komponenten wie sogenannte Lachsbretter (Karton mit zwei metallisierten PET-Schichten), EPS Inlays und Karton-Banderolen.

Die Räucherfischverpackung Nr. 4, welche nur aus einer Deck- und einer metallisierten Unterfolie besteht, weist mit 38 g CO₂-eq nicht nur den geringsten CO₂-eq Wert auf, sie ist auch um etwa das 4-fache geringer, als die Bio-Variante, Nr. 3 mit 183 g CO₂-eq. Die Verpackung Nr. 2, welche aus einer Folie sowie einem Lachsbrett besteht, schneidet bei den CO₂-eq Werten am zweit besten ab, mit 59,9 g CO₂-eq, gefolgt von Verpackung Nr. 5 mit 86,6 g CO₂-eq.

Keine der fünf Räucherfischverpackungen kann als recyclingfähig angesehen werden, da jede Verpackung eine technische Recyclingfähigkeit von unter 50 Prozent besitzt.

Dies ist auf die hohe Barriereanforderung an die Verpackungen zurückzuführen. Denn jede Verpackung besteht aus einem oder mehreren Multilayer-Komponenten, die nur sehr schlecht bis überhaupt nicht recycelt werden können. Dies ist deutlich bei Verpackung Nr. 2 und Nr. 3 zu erkennen, da diese eine technische Recyclingfähigkeit von 0 Prozent beziehungsweise 1 Prozent aufweisen.

Die Verpackung Nr. 1 hat in diesem Vergleich die beste technische Recyclingfähigkeit mit 43 Prozent. Diese Verpackung zählt ebenfalls als nicht recyclingfähig, aber bei sachgemäßer Entsorgung kann zumindest die Karton-Banderole dem Stoffstrom wieder zurückgeführt werden.