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text: Herbert Schneeweiß

Die Aufteilung der AGM Flotte nimmt konkrete Formen an

Metro holt sich AGM

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  • Metro übernimmt alle neun Märkte, muss aber Bludenz und Klagenfurt an Mitbewerb abgeben
  • 200 Millionen Invest-Paket

Die Elefanten-Hochzeit ist perfekt. Das Kartellgericht gibt grünes Licht. Damit schnappt sich der C&C-Riese Metro das AGM-Paket von Rewe. Neun Geschäfte wechseln die Fronten. Auch die Zentralbereiche in Bergheim und Wiener Neudorf laufen künftig unter Metro-Flagge. Die Standorte in Graz, Klagenfurt, Spittal/Drau, Liezen, Neusiedl/See, Wiener Neustadt, St. Pölten, Bludenz und Hartberg werden in das Netz des C&C-Riesen überführt. Das Umsatzvolumen der gesamten Flotte wurde zuletzt mit 125 Millionen Euro beziffert.

Einziger Wermutstropfen bei der Übernahme: Bludenz und Klagenfurt müssen an Mitbewerber abgegeben werden. Metro wächst damit vorerst auf 21 Geschäfte. Das Closing soll zeitnah erfolgen. Xavier Plotitza, CEO Metro Österreich: „Ich freue mich sehr und besonders darüber, dass wir unsere Marktpräsenz in Österreich deutlich ausbauen.“

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Rewe. Nicht im Transaktionsumfang enthalten sind die Standorte in Hohenems, Lauterach und Wien Floridsdorf, die ebenfalls zu Rewes C&C-Abholgroßmärkte GmbH zählen. „Diese werden weitergeführt, bis wir eine Lösung gefunden haben“, so Rewe-Vorstand Mag. Marcel Haraszti zuletzt. Insbesondere Floridsdorf werde wahrscheinlich einer anderen Nutzung (Wohnbau) zugeführt werden. Einen möglichen Verkauf von Hohen­ems und Lauterach an andere Großhandelsplayer schließt Haraszti eher aus.

Zell/See, Wolfsberg. Zuvor hat sich bereits die selbständige Adeg Zell am See mit fünf Salzburger AGM Standorten dem Eurogast-Verbund angeschlossen. Die AGM-Märkte der Adeg Zell am See sind in Altenmarkt, Bad Hofgastein, Zell am See/Maishofen, Salzburg und Hall in Tirol. Eine Armada mit einer Verkaufsfläche von 14.900 m² sowie einer Nutzfläche von 32.000 m2. Außerdem bleiben die zwei AGM-Märkte der Adeg Wolfsberg, die selbständig ist, am Netz. Hier wird noch mit neuen Belieferungspartnern verhandelt.

Metro-Pläne. Eigenmarken der Rewe werden durch ähnliche Produkte aus der Metro-Welt ersetzt. „Die beliebtesten AGM-Eigenmarken bleiben vorerst im Regal. Bestehende Vereinbarungen und vorhandene Ausschreibungen werden in vollem Umfang erfüllt.“ Anpassungen im Sortiment werden in Aussicht gestellt, seien aber noch Teil von Verhandlungen. Fix: Metro will seine Regional-Palette „Regionah“ von 2.900 Produkten in allen Märkten aufschalten.

200 Mille. Insgesamt dreht Plotitza an der Investitionsschraube. 200 Millionen Euro will der C&C-Gigant in den österreichischen Markt investieren. Zeithorizont: Zehn Jahre. Ziele: Bau weiterer Photovoltaik-Anlagen, der Fuhrpark wird um eTrucks sowie weitere eVans ergänzt. Ebenfalls eingetaktet: Ein Marketing-Budget von rund 1,5 Millionen Euro wird bereitgestellt, um den Umsatz heimischer Gastronomen anzukurbeln. 


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