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interview: Gregor Schuhmayer

REGAL Interview mit Spar Einkaufs-Vorstand Mag. Markus Kaser

Bei einigen Rohstoffen geht’s abwärts

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  • Spar zur Teuerung: Bei einigen Rohstoffen gibt es bereits einen Abwärtstrend
  • Bisher fast immer Einigung mit Groß-Konzernen, Auslistung trotzdem möglich

REGAL: Mit welcher Teuerung rechnen Sie heuer?
Mag. Markus Kaser:
Wir sehen bei einigen Rohstoffen bereits einen Abwärtstrend, daher gehen wir davon aus, dass die Hersteller die Preise entsprechend senken werden, wie zuletzt auch die Molkereien. Wir geben diese Preisreduktionen dann an die Kunden weiter.

Logistik, Rohstoffe, Energie und die Mitarbeiterstunde wurden teurer. Auch in der Industrie. In welcher Höhe kommen Forderungen der Industrie und wie begegnen Sie diesen?
Die Forderungen waren zuletzt so hoch wie noch nie, sind aber sehr unterschiedlich. Wir verhandeln hart, das ist bekannt. Denn es kommen leider auch ungerechtfertigte und deutlich überzogene Preiserhöhungsforderungen.

Aus welchen Gründen lehnen Sie das Kennzeichnungssystem Nutri Score ab?
Der Nutri Score hat eine ganze Reihe von Schwächen, vor allem ist er extrem simplifizierend und führt daher bei den Konsumenten zu kompletten Fehlinterpretationen. Eine Tiefkühlfertigpizza oder Cola light würden beispielsweise den Anschein erwecken, sie wären deutlich gesünder als Olivenöl (was ja nachweislich eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt ist) oder heimische Butter. Die wenigsten wissen zum Beispiel, dass sich die Bewertungen immer nur auf dieselbe Gruppe von Lebensmitteln beziehen. Die tatsächlichen Portionsgrößen – man isst ja nicht 100 ml Olivenöl oder 100 g Pizza – fließen nicht in die Bewertung ein, ebenso wenig ob Süßstoffe, Farb- und Konservierungsstoffe oder Gentechnik eingesetzt wurden.

Ist Spar mit den großen Konzernen einig oder kann es noch zu Auslistungen kommen?
Wir haben uns bisher, nach harten Verhandlungen, fast immer einigen können. Sollte das nicht gelingen und wir zu partiellen oder breiteren Auslistungen gezwungen werden, werden wir das notgedrungen auch tun.

Durch welche Maßnahmen fördern Sie Marken? Welche Strategie verfolgen Sie hier?
Ich sehe Handelsmarken und Industriemarken als ebenbürtige Marken – also beides sind Marken auf Augenhöhe. Wir haben – bei Interspar – nach wie vor die meisten Markenartikel, sowohl Handelsmarken als auch Industriemarken, im Sortiment und sind der Industrie ein guter Partner. Die klassische Industrie konnte mit Ihren Marken in den vergangenen Jahren immer mit uns mitwachsen. Markenartikel der Industrie sollen auch weiterhin in unserem Sortiment einen hohen Stellenwert haben. Aber wir erwarten ein lebendiges Sortiment und faire Preise.

Vielen Dank für das Gespräch!


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