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Tina Reisch, Marktleiterin Marina Feichtner, Spar-Vorstandsvorsitzender KR Hans K. Reisch, Spar-Direktorin Mag. Patricia Sepetavc und Lena Reisch

text: Herbert Schneeweiß

Neuer Glanz für den Gründungsmarkt der Spar

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  • Über 200 Gäste bei Wiedereröffnung und 70-Jahr-Jubiläum der Spar dabei
  • Spar-Vorstandsvorsitzender Hans K. Reisch will Marktführerschaft weiter ausbauen

Es ist ein gewachsener, verwinkelter Markt mit nur 330 m² Verkaufsfläche. Ein lediglich fußläufig erreichbarer Standort in der Innenstadt. Und dennoch: Das Spar-Geschäft am Unteren Stadtplatz im Herzen von Kufstein hat eine besondere Magie, eine unglaubliche Aura und Bedeutung für den ganzen Tannen-Konzern. Es ist der Gründungsmarkt der Spar. Der Markt, von dem aus der Aufstieg des Unternehmens zur Nummer eins des österreichischen LEHs begann, zum Aufbruch in goldene Zeiten. Da wundert es auch nicht, dass die Spar für ihr Ursprungsgeschäft, den Herzensmarkt, das Spar-Logo ganz in „gold“ tauchte. Vor 70 Jahren eröffnete KR Hans F. Reisch diesen Markt, im Juni 2024 brachte die Tanne den Gründermarkt modernisiert und mit neuem Erscheinungsbild ans Netz. Akribisch erfolgte diese Neuaufstellung: So wurde auch die Fassade des Spar-Stammhauses anhand von Studien und Archivmaterial der historischen Anmutung angepasst. Die auf dem ganzen Stadtplatz vorkommenden Bögen gliedern sich nun wieder, wie anno dazumal, in Schaufenster und Eingangstore. Im Eingangsbereich erinnert ein wiederentdeckter Schnappschuss, nach der offiziellen Spar-Gründerversammlung, an die Bodenständigkeit des Gründervaters Hans F. Reisch.

Auch die rückwärtige Fassade in der Marktgasse, die vor kurzem durch das Kulturzentrum und weitere neue Gebäude aufgewertet wurde, wurde dem Straßenbild entsprechend, mit einer modern gegliederten Metallfassade gestaltet. Eine raffinierte Konstruktion verbirgt im Hintergrund alle technischen Anlagen wie Anliefertor, Hubtisch, Lastenlift sowie Entlüftungen und zeigt den Passanten im Vorbeigehen ein zeitlos modernes Bild. Doch auch im Herzen des Markts hält die Modernität Einzug. Preise werden mittels elektronischer Regaletiketten ausgezeichnet. Das gesamte Geschäft wird nun nachhaltig mittels Wärmerückgewinnung der CO₂-Kälteanlage beheizt und gekühlt.

Mehr als 200 Ehrengäste folgten der Spar zur Wiedereröffnung des Stammbetriebs. Neben Vorstandsvorsitzendem KR Hans K. Reisch waren die Vorstände Mag. Markus Kaser, Mag. Paul Klotz und Mag. Marcus Wild genauso anwesend wie Aufsichtsrat Mag. Rudolf Staudinger sowie die Spar-Direktorin Mag. Patricia Sepetavc, Spar-Direktor Mag. Christoph Holzer und Spar-Direktor Mag. Alois Huber. Der Delegierte des ASPIAG-Verwaltungsrats Mag. Robert Spiegel sowie die Geschäftsführer Dr. Christof Rissbacher und Massimo Salviato waren ebenso angereist wie aus Ungarn Einkaufsgeschäftsführer Eduard Vonier. Aus der Hauptzentrale Salzburg kamen etwa Spar-Leiter des Gesamtvertriebs Gerhard Weinberger und Unternehmenskommunikations-Chefin Mag. Nicole Berkmann. Zahlreiche Kaufleute von Gründerfamilien ließen sich den Festakt ebenso nicht entgehen wie Vertreter der ausführenden Gewerke und leitende Persönlichkeiten der Spar-Eigenmarken.

Die Bühne gehörte aber der Familie Reisch. Die Töchter des Spar-Vorstandsvorsitzenden KR Hans K. Reisch, Tina und Lena, führten durch das Programm und entlockten ihrem Vater loderndes Feuer und Leidenschaft, mit der die Spar in den letzten Jahrzehnten zum Überholmanöver ansetzen konnten. „Hier sind die Wurzeln unseres Laufs, der uns zur Nummer eins im LEH mit über 90.000 Mitarbeiter gebracht hat“, so Reisch. Dabei blickte der Vorstandsvorsitzende auf die Zeit vor der Gründung zurück. „Die Situation meines Großvaters war schwierig und sprichwörtlich zu wenig zum Leben und zum Sterben zu viel.“ In den Niederlanden kam KR Hans F. Reisch in Kontakt mit der Spar-Idee und sicherte sich schließlich die Möglichkeit, das System der Tanne in Österreich zu implementieren. „100 Einzelhändler aus Tirol und Salzburg waren dabei. Der Gegenwind war aber gewaltig, weil Händler, weil Zumtobel bei der Industrie intervenierte und große Marken die Spar nicht belieferten.“ Aber: „Wir haben damals auf andere Marken umgeschwenkt und haben nicht nachgelassen. Heute steht unsere Spar Regionalzentrale in Vorarlberg just auf dem Firmengelände unseres damaligen Erzfeindes.“ Reisch strich die „mutigen und schnellen“ Entscheidungen der Spar-Gründerfamilien hervor und das Vorhaben der aktuellen Führung, diese Hartnäckigkeit auch heute an den Tag zu legen. „Wir werden mit voller Vehemenz gegen Orban auftreten. Wir werden nicht schweigen. Wir werden in Brüssel ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn anstrengen. Wir sind in Ungarn tief unter Wasser, weil wir 4,5 Prozent des Netto-Umsatzes abgeben müssen. Es gilt zu handeln und das werden wir.“ Dabei verordnet der Vorstandsvorsitzende seinem Unternehmen „Dankbarkeit, Fleiß und keine Überheblichkeit, um jeden Tag aufs Neue das Richtige zu tun.“ Nachsatz: „Werte, die mein Großvater gelebt hat.“ Ein Plädoyer für die Regionalität rang sich Reisch genauso ab wie für die Eigenmarken. „Wir verfügen alleine in Tirol über 1.250 Artikel von 140 Lieferanten.“ Und: „Wir machen mit S-Budget mittlerweile mit 1.000 Produkten über eine Milliarde Euro Umsatz.“

Aber auch ein Blick in die Zukunft darf nicht fehlen. „Wir sind mittlerweile bereits die unumschränkte Nummer eins mit über drei Prozentpunkte vor der Nummer zwei und wollen den Abstand weiter vergrößern. Im letzten Jahrzehnt sind wir Jahr für Jahr Wachstumsführer und das soll sich auch nicht ändern.“


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