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MSC-Fischangebot im Supermarkt

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Ein Marktbericht des MSC zeigt: Im Wildfischangebot gibt es teilweise noch nachholbedarf, was die Zertifizierung mit dem MSC-Zeichen betrifft. Diese würde strengere Maßstäbe für die derzeitigen Gesetze, Verordnungen und Kontrollen garantieren. Analysiert wurde das Wildfischangebot der fünf wichtigsten Handelsketten und zwölf größten Markenhersteller in den Produktkategorien Kühlung, Tiefkühlung und Konserve.

Der österreichische LEH führt zu 68 Prozent Wildfischprodukte, die MSC zertifiziert sind. Dabei haben Eigenmarken mit 73 Prozent die Nase vorn, gegenüber den Markenherstellern mit 62 Prozent. Vorreiter ist die Billa-Gruppe, gefolgt von Hofer und Spar. Lidl Österreich hätte sehr viele MSC-Produkte, aber wegen zahlreicher Aktions- und Saisonartikel auch das größte Umstellungspotenzial, laut der Organisation.

Schlusslicht. Die Untersuchung von 856 Produkten der Kategorien Kühlung, Tiefkühlung und Konserve zeigt vor allem im Konservensegment Nachholbedarf. Ausgerechnet die Kategorie mit den meisten Produkten steht in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit an letzter Stelle: Mit 45 Prozent stammt noch nicht einmal die Hälfte der Wildfischkonserven aus zertifiziert nachhaltigen Quellen. Ausschlaggebend hierfür seien die günstigen, verkaufsstarken Konserven (vornehmlich Thunfisch) im Preiseinstiegssegment, die häufig kein MSC-Siegel tragen.

„Gesetze, Verordnungen und Kontrollen reichen zurzeit nicht aus, um die Überfischung der Meere aufzuhalten. Wir möchten die globale Fischerei in nachhaltigere Bahnen lenken und setzen dabei auf motivierte, informierte Konsumenten und engagierte Unternehmen. Nur gemeinsam können wir ausreichend Druck für mehr Nachhaltigkeit ausüben. Angebot und Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten aus nachhaltig arbeitenden MSC-zertifizierten Fischereien haben bereits zu vielen messbaren Verbesserungen in den Meeren geführt“, so Stefanie Kirse, Leiterin MSC DACH.


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